Löwe Lenci leidet an einer schweren Augeninfektion. Foto: AFP

Für die Tiere, die im „Safari Park Zoo“ in der albanischen Stadt Fier vor sich hinvegetieren, ist es die Hölle auf Erden. Nun haben Behörden rund ein Dutzend Tiere aus dem „Höllenzoo“ befreit.

Fier - Die albanischen Behörden haben am Sonntag rund ein Dutzend Tiere aus einem Privatzoo befreit, darunter mehrere Löwen und andere Großtiere. Die international tätige österreichische Tierschutzorganisation Vier Pfoten hatte wegen der schlimmen Bedingungen, unter denen die Tiere in den Gehegen lebten, Alarm geschlagen.

Veterinärmediziner mussten mehrere weitere Tiere einschläfern. Der Zoo in Fier rund hundert Kilometer südlich der Hauptstadt Tirana wurde geschlossen. Der Zoo-Eigentümer hatte den Behörden den Zutritt zunächst verweigert. Diese verschafften sich dann unter Zwang Zugang. Eine Mitarbeiterin von Vier Pfoten sprach von schrecklichen Bedingungen, unter denen die Tiere eingesperrt gewesen seien. Die körperliche Verwahrlosung und Not der Tiere seien groß, die hygienischen Probleme ernst.

Einer von drei befreiten Löwen sei wegen einer Augeninfektion von Erblindung bedroht gewesen, erhole sich nun aber. Unter anderem wurden auch eine Giraffe und ein Bär und mehrere Antilopen befreit. Die überlebenden Tiere sollten im Zoo von Tirana aufgepäppelt werden, die Löwen anschließend in die Niederlande, der Bär in einen deutschen Zoo gebracht werden.

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