Noemi – hier mit dem Tierheimleiter Horst Theilinger – hofft Foto: Steinert

Der Spendenmarathon für ein neues Hundehaus und eine Quarantänestation für Katzen hat begonnen. Erst eine Großspende hat ihn überhaupt möglich gemacht.

Esslingen - Ohne die Großspende der Margarete-Müller-Bull-Stiftung müssten die Hunde im Esslinger Tierheim wohl noch viele Jahre in engen Zwingern darauf warten, dass sich Menschen ihrer erbarmen. Doch weil die Stiftung für den Neubau eines Hundehauses und einer Kranken- und Quarantänestation für Katzen 700 000 Euro gespendet hat, ist die Verwirklichung des langjährigen Traums des Tierschutzvereins Esslingen nun in greifbare Nähe gerückt. Noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten beginnen.

Obwohl sich auch die Stadt Esslingen und das Land Baden-Württemberg mit jeweils 100 000 Euro an dem Großbauprojekt auf der Esslinger Neckarinsel beteiligen werden und darüber hinaus schon 110 000 Euro von Einzelpersonen und Initiativen gespendet worden sind, fehlen den Esslinger Tierschützern noch 390 000 Euro zur Finanzierung.

Am Samstag ist deshalb der Startschuss zur Spendenmarathon-Aktion gefallen, die unter dem Motto „Ich bin dabei!“ steht. Ziel ist es, möglichst viele Esslinger davon zu überzeugen, dass sie ihr Geld an dieser Stelle sinnstiftend zur Verfügung stellen. Neben ganz normalen Geldspenden kann man auch Bausteinspenden ab 25 Euro beisteuern oder sich gleich für eine Zwingerpatenschaft mit 6000 Euro oder zumindest einer Teilpatenschaft zu 2000 oder 4000 Euro entscheiden. Als Dankeschön werden die Patennamen an den Zwingern auf schönen Schildern verewigt.

Zum Auftakt des Spendenmarathons rührten unter anderem der Esslinger CDU-Bundestagsabgeordnete Markus Grübel und der Esslinger Finanzbürgermeister Ingo Rust (SPD) die Werbetrommel für das Esslinger Tierheim. Rust betonte darüber hinaus, dass die Stadt den Tierschutzverein nicht nur finanziell unterstütze. Sie stelle auch das Grundstück auf Erbpachtbasis zur Verfügung und werde beim Kosten-Controlling eine Auge auf die Finanzierung werfen. So soll der Verein vor Überraschungen bewahrt werden.

Geplant ist ein zweigeschossiges, L-förmiges Gebäude, in dem 21 artgerechte Zwinger mit jeweils acht bis zehn Quadratmetern Größe entstehen, von denen aus die Hunde auch ins Freie gelangen können. Die momentan in einem Container untergebrachte Katzenquarantänestation soll hier ebenfalls eine neue Heimat finden.

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