Uwe Pingel demonstriert auf einer Index-Ausstellung am 12. April in Deizisau eine Drehmaschine der Marke Traub. Foto: Roberto Bulgrin/Bulgrin

Die Index-Werke sind nicht zufrieden mit den Umsatzerlösen des Jahres 2023. Dieses Jahr soll es besser werden. Weniger Erwartungen setzt der Drehmaschinenhersteller in die Automobilindustrie als Kunde.

Die Index-Werke erzielten im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 513,5 Millionen Euro. Damit verzeichnet der Esslinger Drehmaschinenhersteller einen Rückgang der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent.

 

„Leider sind wir hinter den Erwartungen zurückgeblieben“, sagte der Kaufmännische Geschäftsführer Harald Klaiber. Bis ins zweite Halbjahr sei 2023 eine deutliche Investitionszurückhaltung zu spüren gewesen. „Große Zuversicht war nirgends.“ Für 2024 erwarten die Index-Werke Umsatzerlöse zwischen 500 und 555 Millionen Euro.

Die Spanne verdeutlicht die Unsicherheit, die der Index-Geschäftsführung zufolge im Markt herrscht. Zwar spüre das Unternehmen „ein Anziehen der Anfragen“, so Reiner Hammerl, der als Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing verantwortlich ist. „Aber die Entscheidungen kommen nicht.“ So werde zurzeit in der Automobilbranche weder bei den Verbrennern noch bei den Elektrofahrzeuge investiert, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung Dirk Prust.

Allerdings spielt die Autoindustrie als Kunde der Index-Werke ohnehin eine geringer werdende Rolle. War der Automotive-Bereich vor wenigen Jahren noch für 60 Prozent des Umsatzes verantwortlich, so sind es 2023 nur noch zwölf Prozent. Dafür registriert das Unternehmen eine wachsende Nachfrage aus den Branchen Armaturen und Fluidtechnik sowie im Hightechbereich des Maschinenbaus.

Die meisten Umsatzerlöse wurden 2023 mit 241 Millionen Euro nach wie vor in Deutschland erzielt. Hier hat sich im Vergleich zum Vorjahr wenig verändert. Halbwegs stabil erwies sich auch der europäische Wirtschaftsraum. Im amerikanischen Raum – USA, Brasilien und Mexiko – ging der Umsatz hingegen stark zurück. Allerdings gehe inzwischen der Trend wieder nach oben, heißt es in der Geschäftsführung. Die Geschäfte im asiatischen Raum dagegen liefen sehr gut. Die Umsatzerlöse stiegen hier um 33 Prozent auf 27 Millionen Euro. Der Trend: weiter steigend.

Die Index-Gruppe zählt zu den weltweit führenden Herstellern unter anderem von CNC-Drehmaschinen und Mehrspindlern. Sie beschäftigt an sechs Produktionsorten weltweit rund 2100 Mitarbeitende.