Die Erweiterung des Festo-Hauptsitzes zieht neuen Verkehr auf den Autobahnzubringer Foto: Michael Steinert

Der Autobahnzubringer bringt in den nächsten Monaten eine Menge Staus, während er umgebaut wird.

Esslingen - Der Wonnemonat Mai verspricht den Autofahrern, die nach Esslingen pendeln, dieses Jahr vermutlich mehr Verdruss als Wonne. Der Grund ist der gemeinsame Umbau des sogenannten Festoknotens und des Nellinger Knotens. Die Bauarbeiten an der Doppelkreuzung werden im Mai beginnen und Ende Oktober 2018 fertig sein. Die Baumaßnahme wird rund 6,5 Millionen Euro kosten. Mit dem Geld werden die Straßen verbreitert und mit Abbiegespuren versehen.

An dieser Stelle ertüchtigt das Land den Autobahnzubringer, der über Ostfildern- Nellingen und Esslingen-Berkheim ins Tal führt. Schon lange war die Strecke an der Grenze dessen angekommen, was sie zu bewältigen imstande war. Mit dem Bau des Festohauptsitzes in Berkheim drängte neuer Verkehr auf die Strecke, so dass das Land, der Kreis und die Stadt beschlossen zu handeln. In den vergangenen zwei Jahren waren die beiden Kreuzungen in Nellingen mit extralangen oder neuen Abbiegespuren versehen worden, jetzt ist Berkheim dran. Eine Bauzeit von eineinhalb Jahren für die Doppelkreuzung klingt zwar lange, aber sie wäre noch viel länger gewesen, hätten die Planer nicht im vergangenen Jahr sozusagen vorgebaut. An der Nellinger Linde wurden alle Strom-, Gas- und Wasserleitungen, die unter der Straße verliefen, gekappt und neben der Straße verlegt, damit die Bauarbeiter dort eingreifen können. Ebenso wurden die Fundamente der Strommasten erneuert, denn über diese Fundamente wird ein Teil der künftigen Fahrbahnen gelegt.

Doch nicht nur das haben die beteiligten Planer bereits im vergangenen Jahr gemacht. Sie haben auch den nötigen Baugrund gekauft und Wirtschaftsberechnungen vorgenommen. Zum Beispiel haben die Planer gemerkt, dass es genauso teuer ist, die Linden an der Ruiter Straße in Berkheim zu versetzen, als sie zu fällen und neue zu pflanzen. Von daher entschieden sich die Ingenieure, die Bäume auf Wanderschaft zu schicken, künftig werden sie neben dem Festo-Parkhaus stehen.

Den Vortrag über die Bauarbeiten im Technischen Ausschuss des Esslinger Gemeinderates am Mittwoch hielt Thomas Feiert vom Tiefbauamt. „Wir haben noch etwa zehn Prozent Finanzreserven in der Planung“, sagte er, „falls Unvorhergesehenes auf uns zukommt.“ Aber nach heutiger Einschätzung kommt die Bauleitung mit den geplanten 6,5 Millionen Euro hin. Das Geld kommt zu 47 Prozent vom Land und zu 53 Prozent vom Landkreis. Die Stadt beteiligt sich mit Planungsleistungen von rund 300 000 Euro an dem Projekt.

Die Umleitungsstrecken hat das Tiefbauamt auch schon geplant. Es wird eine Zeit lang nicht möglich sein, vom Festoknoten nach links zur Nellinger Linde zu fahren. Das heißt, dass Autofahrer, die über die Zollbergstraße nach Esslingen wollen, in dieser Zeit über die Berkheimer Steige ins Tal rollen müssen. Über die B 10 und die Vogelsangbrücke geht es dann weiter ins Esslinger Zentrum.

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