E-Mails von Erpressern wurden zuletzt laut Polizei häufiger im Raum Aalen empfangen. (Symbolbild) Foto: picture alliance / Silas Stein/d/Silas Stein

In Aalen gibt es vermehrt Berichte über Erpresser-E-Mails. Unbekannte drohen ihren Opfern Videos zu veröffentlichen, auf denen diese beim Masturbieren zu sehen seien. Die Polizei weiß Rat.

Aalen - Die Polizei in Aalen (Ostalbkreis) hat in den vergangenen Tagen vermehrt Anzeigen wegen Erpressermails erhalten. Nach Angaben der Polizei vom Mittwoch drohen die unbekannten Absender der Mails ihren Opfern damit, Videos zu veröffentlichen, auf denen diese beim Masturbieren zu sehen sind. Die Täter geben vor, das entsprechende Bildmaterial mit der Webcam der Opfer aufgezeichnet zu haben und fordern Geld, um von der Veröffentlichung abzusehen. Das Geld soll meist in Form des digitalen Zahlungsmittels Bitcoin überwiesen werden.

Der Polizei in Aalen zufolge handelt es sich dabei um ein Massenphänomen, das immer wieder und überall auftritt. Die Täter zu ermitteln, ist schwierig, da die Mails meist über Server verschickt werden, die im Ausland stehen. Ein Fall, in dem die Drohung wahr gemacht und tatsächlich Bildmaterial veröffentlicht wurde, ist der Polizei in Aalen nicht bekannt. Sie empfiehlt, entsprechende Mails zu ignorieren. Betroffene sollten vermeiden, Geld an fremde Personen im Ausland zu überweisen und stattdessen Anzeige erstatten.

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