Ernst August Erbprinz von Hannover heiratet am Samstag seine russische Verlobte Ekaterina Malysheva. Sein Vater, Ernst August von Hannover Senior, will ihm die Zustimmung zur Ehe verweigern. Foto: dpa

Abseits des roten Teppichs lauern Fettnäpfchen, manchmal sogar Abgründe. Wir spüren sie auf. Heute: Ernst August von Hannover Senior macht seinem Ruf als royaler Rüpel mal wieder alle Ehre.

Stuttgart - Alle reden vom Deutschlandbesuch der britischen Royals Prinz William und Herzogin Kate übernächste Woche. Dabei steigt doch am Samstag bereits die Mega-Fete der deutschen Blaublütigen. Der Sohn des als Prügel-, wahlweise Pinkel-Prinz bekannten Welfenchefs Ernst August von Hannover heiratet seine russische Verlobte Ekaterina Malysheva in der Marktkirche zu Hannover. Keine Sorge, man muss weder sie noch ihn kennen. Der 33-jährige Welfenprinz, der aus erster Ehe stammt und der verwirrenderweise denselben Namen wie sein Vater trägt, gilt als öffentlichkeitsscheu. Den bunten Blättern war er bis zur Verkündung der Hochzeit kaum eine Notiz wert.

Streit zwischen Vater und Sohn

Nun, da die Medien landauf landab das Hochzeitsspektakel aus allen Perspektiven durchleuchten, mischt sich wieder der ein, der sowieso gern Unfrieden stiftet – der Herr Papa. Im Vorfeld der Trauung wollte Ernst August Senior offenbar unmissverständlich klar machen, wer der Boss im Adelshaus ist. Ein Streit zwischen Vater und Sohn soll eskaliert sein, berichtete das des Boulevards unverdächtige „Handelsblatt“. Demnach fordert der Vater von seinem Sohn die Rückgabe von Schenkungen – unter anderem die Marienburg bei Hannover. Die Kanzlei des Seniors begründe die Rückforderung mit dem „groben Undank“ des Sohnes, berichtet die Zeitung. Der Welfenchef soll außerdem auch seine Zustimmung zur Ehe seines Sohnes verweigert haben. Was der schnaubende Brusttrommler in seiner Wut offenbar vergessen hat: das würde weder die Ehe verhindern noch, wie in vergangenen Zeiten irgendeine Nachfolge. Kräftig ans Bein gepinkelt fühlt sich Ernst August Junior vermutlich trotzdem.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: