Ein Arbeiter wurde lebensgefährlich verletzt, weil er in einer Bio-Methananlage Güllegase eingeatmet hat (Symbolbild). Foto: dpa-Zentralbild

In einer Bio-Methananlage in Mühlacker hat ein Arbeiter aus Versehen Güllegase eingeatmet und wurde bewusstlos. Er stürzte daraufhin drei Meter in die Tiefe auf den Boden.

Mühlacker - Ein Arbeiter hat im Enzkreis Güllegase eingeatmet und sich lebensgefährlich verletzt. Nach Angaben der Polizei hatte der 36-Jährige am Montag in Mühlacker an einer Bio-Methananlage seinen Tankzug befüllt. Zum Überprüfen des Füllstands kletterte er auf das Gefährt und atmete aus Versehen nach ersten Erkenntnissen Güllegase ein. Der Mann wurde bewusstlos und stürzte drei Meter in die Tiefe zu Boden. Ein Kollege rief den Notarzt. Der 36-Jährige wurde mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Nun wird demnach ermittelt, ob die Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.

Nach Angaben der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau kommt es im Umgang mit Gülle in geschlossenen oder schlecht belüfteten Räumen immer wieder zu schweren Unfällen durch Vergiftungen. Neben Kohlendioxid, Ammoniak und Methan geht die Gefahr demnach vor allem von Schwefelwasserstoff aus. Das Gas ist schwerer als Luft und riecht in geringerer Konzentration nach faulen Eiern.

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