1977 entführten Terroristen die Passagiermaschine „Landshut“ nach Mogadischu in Somalia. Foto: dpa

Die ehemalige Passagiermaschine „Landshut“ soll nach einem Medienbericht nach Friedrichshafen an den Bodensee gebracht werden. 1977 wurde das Flugzeug mit 91 Menschen an Bord von Terroristen entführt.

Berlin - Die 1977 von Terroristen entführte und von der Spezialeinheit GSG-9 im somalischen Mogadischu befreite „Landshut“ soll laut „Bild“-Zeitung nach Friedrichshafen am Bodensee gebracht werden. Das Auswärtige Amt habe die in Brasilien verschrottete frühere Lufthansa-Maschine für umgerechnet rund 20 000 Euro erworben, schreibt die Zeitung (Donnerstag). Das Wrack solle nun mit Unterstützung der Lufthansa und der in Friedrichshafen ansässigen Dornier Stiftung als Ausstellungsstück hergerichtet werden. Die Schirmherrschaft über die Ausstellung werde Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) übernehmen.

Außenminister Sigmar Gabriel sagte der Zeitung, die Geschichte der Maschine sei spannend und auch wieder hochaktuell, in Zeiten, in denen ein ganz anderer Terrorismus unser friedliches Zusammenleben bedrohe. „Die Botschaft der „Landshut“ ist: Wir lassen uns nicht unterkriegen.“ Sie sei ein „Mutmacher“.

GSG 9 stürmte Maschine

Am 13. Oktober 1977 hatten vier Palästinenser in Absprache mit der deutschen linksterroristischen Rote Armee Fraktion (RAF) die „Landshut“ mit 91 Menschen an Bord gekapert. Die Terroristen bekräftigten Forderungen der RAF, die mit der Entführung von Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer Gesinnungsgenossen freipressen wollte. Der über 9000 Kilometer lange Irrflug endete am 17. Oktober in Mogadischu. Am 18. Oktober kurz nach Mitternacht stürmte die Anti-Terroreinheit GSG 9 die Maschine und befreite die Geiseln unversehrt. Bei der Aktion wurden drei Terroristen getötet.

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