Schon die Suche nach der Frau musste mit viel Aufwand betrieben werden. Foto: dpa

Ein halbes Jahr nach dem Mord an einer Joggerin bei Endingen im Kaiserstuhl bittet die Polizei am Samstag zu einer Pressekonferenz. Hat es endlich ein Festnahme gegeben?

Freiburg - Der Fall der getöteten Joggerin aus Endingen im Kaiserstuhl (Kreis Emmendingen) steht möglicherweise vor der Aufklärung. Die Freiburger Polizei und die Staatsanwaltschaft kündigten für diesen Samstagnachmittag eine Pressekonferenz an, bei der neue Einzelheiten über den Ermittlungsstand bekanntgegeben werden sollen.

Die „Bild“-Zeitung berichtete inzwischen unter Berufung auf Polizeikreise, dass ein Tatverdächtiger ermittelt worden sei. Dabei handle es sich um einen rumänischstämmigen Fernfahrer, der im Raum Freiburg tätig gewesen sei. Die „Badische Zeitung“ berichtete, dass die Familie des Opfers von den Ermittlern über die Festnahme eines Verdächtigen informiert worden sei. Die Polizei wollte die Angaben zunächst nicht bestätigen und verwies auf die angekündigte Pressekonferenz in der Endinger Stadthalle.

Am Donnerstag hatte die Polizei noch bekanntgegeben, dass die Ermittlungsgruppe Erle, die sich seit November um den Fall kümmerte, noch weiter verkleinert werde. Demnach arbeiteten zuletzt nur noch zehn Beamte an dem Fall. Einen konkreten Tatverdacht gebe es zurzeit nicht, hatte es da noch geheißen. Bereits seit einigen Monaten hatte die Polizei ihre Suche auf das Speditionsgewerbe konzentriert, weil klar geworden war, dass auch der Mord an einer jungen Frau in Kufstein (Österreich) auf das Konto des selben Täter gehen dürfte. Damals war eine Eisenstange als Tatwaffe gefunden worden, die an Lastwagen Verwendung findet. Im April hatte die Polizei dann ein Phantombild veröffentlich, das einen etwa 50 bis 55 Jahre alten Mann zeigte. Der Unbekannte sei am Tattag in der Nähe des Tatorts in Endingen gesehen worden, erklärte die Polizei.

Die 27 Jahre alte Joggerin war an einem Sonntagnachmittag Anfang November zum Joggen durch die Weinberge aufgebrochen und nicht mehr zurückgekehrt. Erst eine halbe Woche später konnte sie nach einer groß angelegten Suche tot gefunden werden. Sie war missbraucht worden. Zu diesem Zeitpunkt war das mutmaßliche zweite Opfer des Mannes schon seit fast drei Jahren tot. Dabei handelte es sich um eine 20-jährige Austauschstudentin. Sie war in Kufstein missbraucht und ermordet aufgefunden worden.

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