Maria Schrader (vorne) und das „Unorthodox“-Team bei der Videoschalte von Berlin nach Los Angeles Foto: dpa

Bei der Emmy Awards, dem wichtigsten TV-Preis der Welt, geht auch ein Preis nach Deutschland: Maria Schrader gewinnt in der Kategorie „Beste Regie in einer Miniserie“.

Los Angeles/Berlin - Überraschung bei den Emmy Awards, dem wichtigsten TV-Preis der Welt: In der Kategorie Miniserie wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag in Los Angeles Maria Schrader als beste Regisseurin ausgezeichnet. Die Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin hat bei der Netflix-Serie „Unorthodox“ Regie geführt. Schrader ist die erste deutsche Regisseurin, die jemals mit einem Emmy Awards ausgezeichnet wurde. Anna Winger („Deutschland 83/86/89“) erzählt in dem Vierteiler die Geschichte einer jungen Frau, die in der jüdisch-orthodoxen Gemeinde in New York City aufwächst und aus einer arrangierten Ehe nach Berlin flieht. Die Serie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Deborah Feldman.

Schrader aus Berlin zugeschaltet

„Ich bin sprachlos“, sagte Schrader (54), die zusammen mit weiteren Crewmitgliedern live aus Berlin der Zeremonie zugeschaltet wurde. Die 72. Emmy Awards fanden ohne Publikum im Staples Center in Los Angeles statt. Jimmy Kimmel moderierte. Auch die meisten anderen Preisträger wurden per Video zugeschaltet.

„Unorthodox“ hatte insgesamt acht Nominierungen erhalten. Chancen auf die begehrte TV-Auszeichnung hatten neben Schrader auch die Hauptdarstellerin Shira Haas (25) und die Autorin Anna Winger (50). Casting, Kostüme und Musik wurden mit weiteren Nominierungen bedacht. Die Serie ist seit März bei Netflix verfügbar.

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