Peter Altmaier geht davon aus, dass das Coronavirus noch bis Ende Mai spürbare Auswirkungen haben wird. Foto: dpa/Britta Pedersen

Nach der Einschätzung des Bundeswirtschaftsministers wird die Corona-Krise bis Ende Mai andauern. Peter Altmaier erwarte, „dass wir sicherlich den ganzen Monat April und den ganzen Monat Mai mit den Folgen zu tun haben“.

Berlin - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) geht davon aus, dass die Coronakrise bis Ende Mai andauert. Er erwarte, „dass wir sicherlich den ganzen Monat April und den ganzen Monat Mai mit den Folgen zu tun haben“, sagte Altmaier am Dienstag in der RTL/ntv-Sendung „Frühstart“. Es werde in dieser Zeit noch eine „erhebliche Zahl von Neuinfektionen“ geben. „Deshalb würde ich niemandem raten, darauf zu setzen, dass das in acht Tagen wieder vorbei ist.“ 

Japan und Südkorea hätten bemerkenswerte Erfolge im Kampf gegen das Virus erzielt, merkte der CDU-Minister an. Das zeige, dass man diese Krise in den Griff bekommen könne, „aber das ist auch eine Geduldsfrage“.

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Schnelle Bereitstellung von Geldern, Krediten und Bürgschaften

Gelder, Kredite und Bürgschaften müssten jetzt schnell und praxisorientiert bereitgestellt werden, sagte Altmaier weiter. „Wir haben nicht Wochen, wir haben Tage, damit das alles steht.“ Er hoffe und erwarte auch, „dass alle ihren Beitrag leisten, dass wir so schnell wie möglich Geld auch überweisen können“. 

Kleine und mittlere Unternehmer warteten jeden Tag auf das Geld. Die Regierung habe deshalb auch die Insolvenzfristen verlängert. „Das ist ganz wichtig, damit Menschen, denen ohnehin geholfen wird, aber vielleicht nicht am selben Tag, sondern ein, zwei Tage später, nicht in die Bredouille kommen“, fügte der Wirtschaftsminister hinzu.

Zu der Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), dass die Bundesregierung an einem Härtefallfonds arbeite, sagte Altmaier: „Das heißt, dass man in bestimmten Fällen denjenigen, die von den genannten Regelungen nicht erfasst sind, helfen kann.“ Dass der Staat bei strauchelnden großen Unternehmen durch Teilbeteiligungen einsteigt, will der Bundeswirtschaftsminister jedoch weiterhin vermeiden. „Wir hoffen und setzen darauf, dass wir als Marktwirtschaft durch diesen Prozess durchkommen, denn das war ja das Erfolgsrezept der letzten 70 Jahre.“

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