Montagmorgen, die Parkplätze der Neu-Ulmer Baumärkte laufen schnell voll. Foto: Rüdiger Bäßler

Bayern öffnet neben Friseuren und Blumengeschäften auch die Heimwerkermärkte. Die Kundschaft kommt in Scharen. In der Doppelstadt Ulm und Neu-Ulm zeigt sich, wie grotesk unterschiedliche Handelsregeln sein können – nicht zum ersten Mal.

Neu-Ulm - Montagmorgen, das Land Bayern hat gerade die Baumärkte wieder geöffnet, da ist ein junges Pärchen aus Neu-Ulm schon wieder aus der örtlichen Bay-Wa-Filiale heraus und stapelt Holzplatten in den Kofferraum eines Kleinwagens. „Das gibt ein Terrarium für meine Degus“, sagt der Mann. Auch Aluprofile hat er besorgt. Degus, klärt das Lexikon auf, sind Nagetiere aus der Gattung der Strauchratten. Der Parkplatz ist rappelvoll, die Kennzeichen stammen auch aus Biberach, Esslingen, vor allem dem benachbarten Ulm. Ein älteres Ehepaar von der württembergischen Seite der Donau schnappt sich einen Einkaufswagen. „Ich war dagegen herzukommen“, protestiert die Frau, sie fürchte die Ansteckungsgefahren. „Aber mein Mann war nicht zu bremsen.“

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