Das Historische Volksfest in Stuttgart begeisterte 2018 die Besucher. Foto: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttgart

Dass der Stuttgarter Schlossplatz der richtige Ort für das Historische Volksfest ist – darauf hat sich die Stadt bereits geeinigt. Nun steht auch fest, wie oft es stattfinden soll.

Stuttgart - Das Historische Volksfest soll künftig alle vier Jahre auf dem Schlossplatz stattfinden. Dies ist das Ergebnis einer Debatte der Stuttgarter Stadträte im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen am Freitag. Die nächste Auflage findet demnach im Herbst 2022 statt.

Eigentlich war das ganz anders gedacht: Einmalig sollte die Veranstaltung sein. Zur Feier des 200-Jahr-Jubiläums des Cannstatter Volksfests und des 100. Landwirtschaftlichen Hauptfests. Doch 600 000 Menschen kamen und waren begeistert. So begeistert, dass sie eine Fortsetzung wünschten. Diese Begeisterung erreichte auch Kämmerer und Wasenbürgermeister Michael Föll, die Organisatoren der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart, die Stadträte und die Bezirksbeiräte der Stadtbezirks Mitte. Man prüfte eine Verlegung zum Wasen, kam aber zum Schluss, „dass dies nach Abwägung aller Kriterien keine Alternative ist“, sagte Christian Eisenhardt von in.Stuttgart. Der richtige Standort sei auf dem Schlossplatz, befand Föll und wurde dabei von allen Fraktionen unterstützt.

Alle zwei Jahre wäre zu teuer

Doch in welchem Rhythmus? Man war sich schnell einig, jedes Jahr, das sei zu viel. „Denn Teil des Erfolgs war ja, dass es so was vorher nicht gegeben hat“, sagte Föll, „wir sollten das nicht überstrapazieren.“ Alle zwei Jahre also? Das würde die Stadt 2020 eine Million Euro kosten. 2022 würde in.Stuttgart eine halbe Million Euro beisteuern, weil die Gesellschaft in Jahren mit dem Landwirtschaftlichen Hauptfest durch die Agrarmesse einen höheren Erlös verzeichnet. Das würde die Stadt also 1,5 Millionen Euro in vier Jahren kosten. Bei einem vierjährigen Turnus würde das historische Volksfests stets parallel zum Landwirtschaftlichen Hauptfest stattfinden. Die in.Stuttgart könnte also jeweils ihr Scherflein beitragen und somit die Kosten für die Stadt auf eine halbe Million Euro begrenzen.

Das war ein Argument, das die Stadträte überzeugte. Denn „wir können ja nicht davon ausgehen, dass die Stadt wirtschaftlich immer so gut dasteht“, sagte Joachim Rudolf (CDU). Für Hans H. Pfeifer (SPD) ist es folgerichtig, das Fest an den Rhythmus des Landwirtschaftlichen Hauptfests zu knüpfen. Auch Sylvia Fischer (Grüne) findet den Vier-Jahres-Rhythmus gut, weil so „das Fest etwas Besonderes bleibt“. Dem schlossen sich die anderen Fraktionen an. Sofern den Worten Taten folgen und die Stadträte nun auch das Geld zur Verfügung stellen, wird 2022 das zweite historische Volksfest auf dem Schlossplatz stattfinden.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: