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Eingeschneit im Skigebiet – so geht es vielen Touristen. Wir haben mit Dagmar Brozio in Hohentauern telefoniert.

Österreich - In der Gemeinde Hohentauern in der Steiermark (rund 400 Einwohner) sind seit Samstag die Zufahrtstraßen gesperrt. Dagmar Brozio (54), SAP-Angestellte aus Eppelheim musste unfreiwillig ihren Skiurlaub verlängern.

Frau Brozio, Sie sitzen in Ihrem Urlaubshotel fest – wie ist Ihre Stimmung?

Wechselhaft. Am Anfang war alles entspannt, dann waren wir gefrustet, weil wir nicht verstanden haben, warum man auf den kurzen Abschnitten nicht kontrolliert mit Streckenposten raus und rein fahren darf. In Obertauern, dem größeren Skigebiet, ist das möglich. Inzwischen sind wir optimistisch, dass es bald weiter geht.

Wie vertreiben Sie sich die Zeit?

Wir gehen einfach jeden Tag Skifahren. Der Hotelbesitzer hat uns Gratis-Skipässe spendiert. Das ist super und die Schneeverhältnisse sind natürlich optimal.

Ist die Lebensmittelversorgung gesichert?

Alles gut, Strom, Wasser, Heizung, Essen, Trinken, alles reichlich vorhanden. Allerdings muss die Hotelchefin kochen, da die Köche nicht mehr in den Ort rein kommen.

Wie haben Sie es beruflich geregelt?

Mein Freund und ich haben unsere Laptops dabei und arbeiten teilweise mobil.

Wartet jemand auf Sie zu Hause?

Ja, meine 14-jährige Tochter! Sie ist zwar versorgt, sagt aber, sie wäre lieber mit uns eingeschneit in Hohentauern.

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