Mit einem Gullydeckel wollen die Täter die Tür zerstören. Foto: Kai /Müller (Symbolbild)

Einbrecher wollen am frühen Dienstagmorgen in einen Stuttgarter Supermarkt einsteigen. Doch sie scheitern an einer sehr stabilen Eingangstür – obwohl sie ein schweres Werkzeug benutzen.

Stuttgart - Ein schwerer Gully-Deckel war offenbar nicht wuchtig genug, um am Dienstagmorgen damit eine Schaufensterscheibe zu zerstören. Das mussten die Täter feststellen, die versucht hatten, so in einen Supermarkt in Bad Cannstatt einzubrechen, meldet die Polizei.

Die Täter schlugen zwischen 5.10 Uhr und 6.05 Uhr an der Ecke Normanstraße/Nürnbergerstraße zu, das ist an der Rückseite der Theodor-Heuss-Kaserne. Sie hebelten einen Gullydeckel aus der Straße und versuchten, damit die Scheibe der Eingangsschiebetür an dem Geschäft im Eckhaus zu zerstören. Das Glas habe dem Versuch jedoch standgehalten, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Täter zogen unverrichteter Dinge wieder ab. Wie hoch der an der Scheibe entstandene Sachschaden ist, ist noch nicht bekannt.

Diebe greifen immer wieder zu dieser Methode

Immer wieder benutzen Täter Kanaldeckel, die sie zuvor aus der Straße gehoben haben, um damit Scheiben zu zerstören. In jüngster Zeit hatte die Polizei einen Fall aus Bad Cannstatt gemeldet – allerdings mit sehr geringer Beute. Die Täter hatten den Deckel benutzt, um in ein Büro am Sigmund-Lindauer-Weg einzusteigen. Sie entwendeten Bares und Süßes im Wert von rund 50 Euro. Der Sachschaden dürfte hier höher gewesen sein als der Wert der gestohlenen Naschwaren und des Geldes. Die Tat wurde Ende April dieses Jahres verübt. Ein weiteres Beispiel ist der Einbruch in eine Drogerie am Löwenmarkt in Weilimdorf im Sommer 2017. Dort erbeuteten die Einbrecher Parfümflaschen im Wert von mehreren Hundert Euro, die sie auf der Flucht aber wieder verloren.

Hinweise zum aktuellen Einbruchsversuch in Bad Cannstatt nimmt das Polizeirevier dort unter Telefon 0711/8990 3600 entgegen.

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