Der Täter hebelte Türen und Fenster auf. Foto: Natalie Kanter

Ein unbekannter Täter hebelte im Pfadfinderheim Echterdingen Türen und Fenster auf. Er stahl Geld und richtete hohen Sachschaden an.

Echterdingen - Auf dem ersten Blick scheint alles in bester Ordnung zu sein. Schnee bedeckt die Felder: Winterwunderland am Rand von Echterdingen. Jogger und Spaziergänger laufen sich die winterliche Kälte aus den Knochen. Brummifahrer rauschen mit Vierzigtonnern auf der B 27 und der A 8 an den Aussiedlerhöfen, am Umspannwerk und am Pfadfinderheim – dem sogenannten Pumphaus – vorbei.

Wer jedoch um das Heim des Pfadfinderbundes Stamm Karl Albrecht herumläuft und sich die Türen des Toiletten- und Lagerhäuschens genauer anschaut, erkennt sofort: Hier hat sich ein Einbrecher mit brachialer Gewalt Einlass verschafft. Die Tür ist so beschädigt, dass ein Blick in ihr Inneres möglich ist. Füllmaterial quillt hervor. Das Holz des Rahmens ist zersplittert.

Der Unbekannte hat auch ein Fenster des Hauptgebäudes aufgehebelt. Es ist mittlerweile mit einem Brett zugenagelt. Der kaputte Fensterladen lehnt an der Hauswand. Der Täter durchsuchte im Inneren mehrere Schränke und Kisten. „Er hat einen Raum komplett verwüstet“, berichtet Sven Berger, langjähriges Mitglied der Pfadfindergruppe. Er entwendete eine Geldkassette mit 150 Euro. „Das war unsere Notreserve“, erklärt der Pfadfinder. Mit dem Geld konnte beispielsweise Kinderpunsch gekauft werden, wenn es – wie derzeit – sehr kalt ist.

Ärger über Schäden ist groß

Der Verlust des Geldes sei schmerzlich. Noch mehr ärgert sich Berger aber über die Gewaltbereitschaft des Täters und die Schäden am Lager- und Toilettenhaus. „Früher gab es hier keine Toiletten“, erklärt er. „Die Gruppenstunden mussten kurz gehalten werden.“ Deshalb wurden zwei Container gekauft und mit Liebe zum Detail umgestaltet. Die Gebäude bekamen ein neues Dach und eine gemeinsame Holzverkleidung. Viel Geld und vor allem viel Arbeitszeit stecken darin.

Die Polizei schätzt den Sachschaden auf etwa 1600 Euro. Und schließt nicht aus, dass es sich bei dem Einbrecher, um denselben handelt, der in der Nacht zum Mittwoch das Umspannwerk heimsuchte (wir berichteten). Es liegt nur wenige Meter vom Pfadfinderheim entfernt.

„Jugendleiter und Kinder haben den Einbruch am Mittwochabend bemerkt“, erzählt Berger. Sie wollten gerade mit einer Gruppenstunde beginnen. Sie haben sofort die Polizei verständigt.

Sven Berger hofft nun, dass vielleicht Spaziergänger oder auch Jogger etwas bemerkt haben und sich bei der Polizei melden. Die Pfadfindergruppe würde sich freilich auch über Spenden freuen.

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