Die Unbekannten konnten mit einem Telefonbetrug 50.000 Euro erbeuten. (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa/Jan-Philipp Strobel

Dreiste Telefonbetrüger haben am Mittwoch 50.000 Euro von einem Ehepaar aus Magstadt ergaunert, indem sie behaupteten, die Tochter der Senioren hätte einen tödlichen Unfall verursacht.

Magstadt/Stuttgart - Ein besonders dreister Fall von Telefonbetrug hat sich am Mittwoch in Magstadt (Kreis Böblingen) ereignet. Dabei erbeuteten die Täter 50.000 Euro von einem Ehepaar, indem sie ihren Opfern vorgaukelten, dass ihre Tochter einen tödlichen Autounfall in Stuttgart verursacht habe und sie nun Schmerzensgeld an die Hinterbliebenen zahlen müsse, um nicht im Gefängnis zu laden.

Wie die Polizei berichtet, hatte eine Unbekannte gegen 14.30 Uhr bei den Senioren angerufen und sich unter Tränen als Tochter des Ehepaars ausgegeben. Die vermeintliche Tochter erzählte, dass sie in Stuttgart einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe. Die Angerufene schenkte der Betrügerin Glauben und blieb deshalb in der Leitung. Das Telefonat wurde daraufhin von einer angeblichen Polizeibeamtin übernommen.

Den Tätern gelang es, das Ehepaar davon zu überzeugen, dass ein Strafverfahren gegen die Tochter abgewendet werden könne, wenn die Hinterbliebenen des Unfallopfers eine größere Summe an Schmerzensgeld erhalten würden. An einem daraufhin vereinbartet Ort in Stuttgart übergab das Ehepaar schließlich gegen 17.30 Uhr das Geld an einen Abholer der Betrügerbande, der sich als Ehemann des angeblichen Unfallopfers ausgab.

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