Das ehemalige Pflegeheim in Schönberg wächst aktuell immer weiter zu. Foto: Torsten Schöll

Weil Nachbarn Einwände geltend gemacht haben, können nun wahrscheinlich erst im Spätsommer Geflüchtete in das ehemalige Pflegeheim in Schönberg ziehen.

Erst hieß es März, dann Juni, nun wird der Spätsommer von der Stadt als ungefährer Zeitpunkt angegeben, bis zu dem im ehemaligen Pflegeheim in Schönberg mit dem Einzug von Geflüchteten gerechnet werden kann.

 

Wie der Sprecher der Stadtverwaltung, Sven Matis, erklärt, hatten Nachbarn der Liegenschaft gegen einen beim Regierungspräsidium Stuttgart eingereichten Bauantrag für die noch ausstehenden baulichen Änderungen und Ausstattungsarbeiten am ehemaligen Seniorenheim Einwände geltend gemacht. Die Behörde müsse nun erst über diese befinden, so Matis.

Etwa 100 Geflüchtete sollen in dem ehemaligen Pflegeheim einziehen

„Wir können nicht beurteilen, wie lange es dauert, bis der Bescheid vom Regierungspräsidium bei der Stadtverwaltung eintrifft“, sagte Matis. Es sei aber klar, dass aus diesem Grund der zwischenzeitlich angekündigte Bezug von 101 Geflüchteten im Juni dieses Jahres nicht mehr möglich sei. Matis betonte, dass die Stadt nach wie vor von dieser Belegungszahl ausgehe. Anfangs war zeitweise von maximal 370 Personen die Rede, die in dem Flüchtlingsheim untergebracht werden könnten.

Nach dem Verkauf des leer stehenden Gebäudes an einen Investor und der Bekanntgabe, dass aus dem ehemaligen Pflegeheim übergangsweise für maximal drei Jahre eine städtische Flüchtlingsunterkunft werden solle, war es zu massiven Protesten von Anwohnern des Birkacher Stadtteils Schönberg gekommen.