Alina von Maltzahn ist gespannt auf ihre Erlebnisse fern der Heimat. Foto: Patricia Sigerist

In loser Folge berichtet die Fellbacherin Alina von Maltzahn von ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr in Mittelamerika.

Fellbach/Costa Rica - Ich bin gerade im Flieger und lande in vier Stunden in San José, der Hauptstadt von Costa Rica. Gestern musste ich mich von meinen besten Freunden verabschieden und natürlich flossen auch heute Morgen am Flughafen Tränen. Trotzdem kann ich erst jetzt so richtig realisieren, dass ich nun wirklich alles Vertraute für ein ganzes Jahr zurücklassen muss. Langsam kriege ich Panik! Ich habe einfach noch kaum eine Vorstellung davon, was mich während meines Freiwilligendienstes in Costa Rica erwartet, und ich habe Angst, dass ich mich mit der Familie nicht verstehe.

Nach fast 27 Stunden Anreise fällt Alina von Maltzahn todmüde ins Bett

Doch es lief super, und ruckzuck ist der erste Tag überstanden. Er war so viel besser, als ich gedacht hätte! Meine Gastfamilie war sehr herzlich und das erste Treffen war kein bisschen steif! Die Familie besteht aus meinen Gasteltern und vier Kindern, aber nur mein 17-jähriger Gastbruder und meine 21-jährige Gastschwester leben noch daheim. In meinem neuen Zuhause angekommen, haben wir uns noch ein wenig unterhalten, aber ich fiel ziemlich schnell todmüde ins Bett, schließlich war ich fast 27 Stunden unterwegs. Am nächsten Morgen hat mir meine Gastmutter den Weg von San Antonio de Escazú, der Stadt in der ich wohne, zu dem Büro des ACI-Costa Rica gezeigt. ACI-Costa Rica ist die Organisation, die sich um uns Freiwillige kümmert. Die Busfahrt war spannend, da es hier komplett anders aussieht als in Deutschland. Die Häuser sind kleiner und bunter, die Straßen dreckiger und natürlich sehen auch die Menschen anders aus. Der Verkehr ist ziemlich gefährlich, viele fahren, wie es ihnen passt und ständig wird gehupt.

Erste Eindrücke: In der Innenstadt San José ist es viel lauter als in deutschen Städten

Auch in der Innenstadt San José ist es viel lauter als in deutschen Städten. Aus den Läden dröhnt Musik und es gibt viele Straßenverkäufer, die lautstark ihre Ware anpreisen. Dagegen ist San Antonio de Escazú ruhig, da es ziemlich außerhalb liegt, ich brauche eine Stunde in die Stadt. San Antonio ist in den Bergen gelegen und wunderschön! An den meisten Häusern wachsen Blumen, es gibt einen schönen Dorfplatz vor der Kirche und die Bergkulisse ist beeindruckend. Abends habe ich meiner Familie Gastgeschenke überreicht, und auch ich habe ein Willkommenspaket erhalten. Meine Gastmutter weiß nicht viel vom Leben in Europa. Deshalb hat sie das Gefühl, mir alles erklären zu müssen. So hat sie mir „beigebracht“, dass man in Costa Rica erst bei Grün über die Straße gehen darf. Abends hat sie gezeigt, wie man Sonnencreme aufträgt.

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