Ein Loch ist im Wall entstanden, der zum Ehninger Steinbruch gehört. Warum das passiert ist, und was nun geschieht, erklärt der Werksleiter.
Wer dieser Tage auf der Kreisstraße 1000 (Dagersheimer Straße) Richtung Ehningen unterwegs ist, dem wird an einem der Wälle, die einen Teil des Geländes der Kies- und Steinwerke Baresel einfassen, das große Loch aufgefallen sein, das dort jüngst entstanden ist. Rund 20 Meter breit, und 25 Meter hoch klafft es inmitten des begrünten Damms. Da es asymmetrisch ist, sind Messungen allerdings nicht so einfach zu machen.
Doch wie konnte es mitten im Kreis Böblingen zu einem Erdrutsch kommen? Solche Phänomene kennt man ja eher aus Gebirgsregionen. „Dass es so eine Rutschung gibt, ist nicht ungewöhnlich“, sagt Werksleiter Stefan Schmid. Auch andere Steinbrüche hätten so etwas schon erlebt. Er vermutet, dass durch den vielen Niederschlag in der vergangenen Woche Wasser in den Damm eingedrungen ist und die Erde aufgeweicht hat. Im Laufe des vergangenen Donnerstagvormittags schließlich sei ein Stück abgerutscht.
„Die Öffentlichkeit ist nicht gefährdet“, ist sich Schmid sicher. Immerhin handele es sich bei dem Gelände um Privatbesitz, auf dem Spaziergänger nicht unterwegs seien. Es sei auch nicht zu erwarten, dass sie das Loch noch ausweitet. Sobald die Witterungsbedingungen es zulassen, soll das Loch gestopft und der Damm wiederhergestellt werden.