In dem Raum in einem Gebäude der DB Projektbau in Stuttgart ist das Rohmaterial zu den Berechnungen der Bahn in drei Rechnern und zwei Ordnern abgelegt. Foto: dpa

Die Stuttgart-21-Projektpartner können sich seit Freitag in einem Datenraum eingehend über die Gründe der Kostenexplosion bei dem Bahnvorhaben informieren.

Stuttgart - Die Stuttgart-21-Projektpartner können sich seit Freitag in einem Datenraum eingehend über die Gründe der Kostenexplosion bei dem Bahnvorhaben informieren. In dem Raum in einem Gebäude der DB Projektbau in Stuttgart ist das Rohmaterial zu den Berechnungen der Bahn in drei Rechnern und zwei Ordnern abgelegt.

Dies soll ermöglichen, die Kostensteigerung von mindestens 1,1 Milliarden Euro auf 5,6 Milliarden Euro für das Bahnprojekt nachzuvollziehen. Stadt und Region Stuttgart sowie das Land können Fachleute benennen, die Zugang zu dem Raum erhalten. Sie dürfen die vertraulichen Informationen aber nicht nach außen tragen.

Bahn-Technikvorstand Volker Kefer hatte bei der informellen Sitzung des Lenkungskreises am 21. Januar angekündigt, den Datenraum einzurichten. Ziel ist, die von den Projektpartnern immer wieder kritisierten Informationsdefizite auszuräumen.

Nach Kefers Worten können die Projektpartner im Datenraum auch Informationen zu den möglichen Risiken von 1,2 Milliarden Euro bekommen. Diese Summe soll nach dem Willen der Bahn von allen Projektpartnern getragen werden; Stadt und Land lehnen dies aber vehement ab. Unter anderem sollen in dem Raum auch die 300 Chancen und den 600 Risiken des Sechs-Punkte-Einsparprogramms der Bahn zugänglich sein.

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