Hamburger Tierschützer möchten Fred vor seiner Auslieferung nach Dänemark retten. Foto: HTV

In Hamburg kämpfen Tierschützer um das Leben des Listenhunds Fred. Bei einer Auslieferung nach Dänemark droht im der Tod.

Stuttgart/Hamburg - Was für eine tragische Geschichte! Seit Anfang Dezember sitzt Rüde Fred in behördlicher Isolierung beim Hamburger Tierschutzverein. Bei einer Kontrolle am Hamburger Flughafen wurde bei seiner Durchreise von der Türkei nach Dänemark festgestellt, dass der American-Staffordshire-Rüde nicht ausreichend geimpft ist und somit nicht weiterreisen darf. Anfang März soll die Isolierung nun seitens der Behörden aufgehoben werden, doch das könnte das Todesurteil für den Rüden bedeuten.

Fred gehört in Dänemark zu „gefährlichen Hunden“

Denn Kampfhund Fred ist zu größter Wahrscheinlichkeit ein American-Staffordshire wie es in der Pressemitteilung des Hamburger Tierschutzvereins heißt. Er gehört damit laut dänischem Gesetz zu „gefährlichen Hunden“. In Dänemark werden Hunde dieser Rassen auf behördliche Anordnung hin eingeschläfert. Egal, ob von dem Hund eine Gefahr ausgeht, oder nicht. Der Hamburger Tierschutzverein möchte die Tötung des nach eigenen Aussagen menschenbezogenen und freundlichen Hundes deshalb verhindern.

Hamburger Tierschützer möchten Fred retten

Sie möchten den Leidgeplagten Fred retten. Fred scheint bis dato schon ein schwieriges Leben hinter sich zu haben. In schlechtem Pflege- und Gesundheitszustand habe man laut dem Hamburger Tierschutzverein den Hund übergeben bekommen. „Dem anderthalbjährigen Rüden wurden beidseitig die Ohren verstümmelt und sein rechtes Auge fehlte ihm, die Wunde war mit einer frischen Naht verschlossen“, heißt es in der Pressemitteilung. Man gehe sogar davon aus, dass der Hund für Hundekämpfe eingesetzt wurde.

Aus unserem Plus-Angebot: Zeit für Verbote

Der Hund soll nun, wenn er in der kommenden Woche von seinem Besitzer abgeholt werden darf, nach Dänemark überführt werden. Die Tierschützer allerdings möchten „mit aller Kraft versuchen, ihn von der Abgabe seines Hundes zu überzeugen, um das Leben von Fred zu retten“. Da die Hunderasse auch in Hamburg verboten ist, setzt sich der Hamburger Tierschutzverein dafür ein, den Rüden nach der Freigabe durch seinen Besitzer an einen anderen „Tierschutzverein außerhalb Hamburgs übergeben“.

Hanseaten erhalten Unterstützung von dänischer Tierschutzorganisation

Unterstützung bekommen die Hanseaten nun auch von der dänischen Tierschutzorganisation „Foreningen Fair Dog“. Auch diese haben sich an die zuständige Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz gewandt und bitten in einem veröffentlichten Schreiben darum, „alles in deren Macht stehende zu veranlassen, um Fred zu retten“. Zudem hat der Hamburger Tierschutzverein Anzeige gegen Unbekannt und gegen den Überbringer des Hundes erstattet, da Fred nicht ausreichend geimpft war, in einem äußerst schlechten Zustand nach Deutschland einreiste und aufgrund seiner Rasse gar nicht erst nach Deutschland eingeführt hätte werden dürfen. Damit wollen die Tierschützer verhindern, dass Fred an seine in Dänemark lebende Halter ausgehändigt wird.

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