Voraussichtlich von August an werden Downhiller auch zwischen Degerloch und Heslach unterwegs sein. Foto: dpa

Mitte August will die Stadt die Downhill-Strecke im Stuttgarter Süden eröffnen. Wenn die Downhiller die Zacke nutzen, könnte das zu Konflikten mit den Berufspendlern führen, befürchten die Grünen. Denn die Fahrradplätze der Zacke sind begrenzt.

S-Süd - Noch in diesem Sommer werden Radsportler vom Wald zwischen Degerloch aus hinunter ins Heslacher Tal sausen. Mitte August will die Stadt die Downhill-Strecke eröffnen. Der Bezirksbeirat Süd begrüßt das Projekt, ebenso der Bezirksbeirat Degerloch und der Gemeinderat.

Die Grünen befürchten jedoch, dass es dann in der Zahnradbahn eng wird. Denn auf dem Fahrradwagen der Zacke gibt es nur zehn Plätze. Das könne zu Konflikten mit Berufspendlern führen, die die Linie 10 nutzen und nicht auf die nächste Bahn warten wollen. So steht es in einem Antrag, den die Öko-Partei in der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats Süd im Kaltentaler Bürgersaal präsentierte. Auch an den Wochenenden seien Engpässe zu erwarten, so die Grünen.

In ihrem Antrag formulierten sie fünf Punkte. Die Mehrheit des Gremiums war aber nur mit drei Punkten einverstanden. So werden die Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) gebeten, nach Lösungen zu suchen, wie Konflikte zwischen den Downhillern und anderen Radfahrern vermieden werden können. Insbesondere soll das Nahverkehrsunternehmen prüfen, ob für Berufspendler, die mit dem Drahtesel unterwegs sind, auch zwischen 16 und 18.30 Uhr eine Fahrradmitnahme auf den Linien vom Charlottenplatz nach Degerloch möglich wäre und ob Busse mit Fahrradwagen eingesetzt werden können.

Grüne fordern mehr Informationen

Darüber hinaus soll die Stadt die Downhiller über Alternativen informieren, wie sie zum Ausgangspunkt der Strecke kommen. Der Bezirksbeirat denkt dabei an Flyer. Schließlich gebe es auch schöne und gut zu befahrene Wege, die zum Start führen. Und wer eine Downhillstrecke runterfahre, der könne auch hinaufradeln und brauche dazu weder Bus noch Bahn.

Die Grünen hatten in ihrem Antrag außerdem gefordert, dass die Stadt die Neue Weinsteige so umgestaltet, dass Pedaleure diese gefahrlos nutzen können. In diesem Zusammenhang sei auch zu prüfen, ob Parkplätze gestrichen und stattdessen ein Geh- und Radweg angelegt werden könnte. Außerdem schwebte der Öko-Partei ein Runder Tisch vor. Vertreter der Bezirksbeiräte Süd und Degerloch und die Downhiller sollten zusammenkommen, um Probleme zeitnah zu besprechen und nach Lösungen zu suchen. Die Mehrheit des Gremiums war mit diesen Punkten aber nicht einverstanden. Die Anwohner der Weinsteige seien auf die Parkplätze angewiesen, so das Gegenargument. Der runde Tisch wurde gar als Aktionismus bezeichnet.

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