Über den Speichel kommen die Ermittler bei einem Massengentest an die DNA der Teilnehmer. Foto: dpa

Im Fall der getöteten Bankiersgattin Maria Bögerl bittet die Polizei Heidenheim jetzt zu einem großen DNA-Test. Wie läuft so etwas ab und was können die Ermittler ablesen?

Im Fall der getöteten Bankiersgattin Maria Bögerl bittet die Polizei Heidenheim jetzt zu einem großen DNA-Test. Wie läuft so etwas ab und was können die Ermittler ablesen?

Stuttgart - Bei einem Massengentest wird versucht, über einen großangelegten DNA-Vergleich den Täter ausfindig zu machen. Dazu wird die DNA von zahlreichen Menschen mit genetischen Spuren vom Tatort verglichen. Bei dieser Analyse werden bestimmte Teile der Erbsubstanz DNA (Desoxyribonukleinsäure) untersucht, die in allen menschlichen Zellen enthalten ist. Damit kann die Identität eines Menschen nahezu sicher festgestellt werden.

Für eine DNA-Analyse genügen schon geringste Spuren - etwa Hautschuppen, Haare, Sperma, Schweiß oder Speichelreste. Bereits vor Jahrzehnten wurden an Tatorten DNA-Spuren gesichert, obwohl damals die technischen Mittel zu ihrer Auswertung noch fehlten. Weil nun „nachgearbeitet“ wird, hat die Polizei Täter schon 20 und mehr Jahre nach deren Verbrechen gefasst.

Im Mordfall Bögerl sind Männer aufgerufen, die heute zwischen 22 und 69 Jahre alt sind, zur Tatzeit demnach zwischen 18 und 65 Jahre alt waren. Falls bei einzelnen Personen Verdachtsgründe vorliegen, könnten diese zu einem Test gezwungen werden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

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