Die Aktionäre des Stuttgarter Autobauers treffen sich am Donnerstag zur Hauptversammlung in Berlin. Foto: dpa

Die deutschen Autobauer schütten ihren Anteilseignern ordentliche Dividenden aus. An die großen Versicherungskonzerne reichen sie allerdings nicht heran. Weitgehend leer gehen Aktionäre der Banken aus.

Stuttgart - Wenn sich die Aktionäre des Stuttgarter Autobauers Daimler am Donnerstag in Berlin zur Hauptversammlung treffen, wird es dem einen oder anderen Kleinanleger auch darum gehen, welche „Naturaldividende“ ihm serviert wird. So wird das Essen auf der Aktionärsversammlung bezeichnet, das in der Vergangenheit schon zu handfesten Auseinandersetzungen geführt hat. So musste auf dem vorletzten Aktionärstreffen von Daimler wegen eines Streits um Saitenwürstchen sogar die Polizei gerufen werden. Während vor der Veranstaltung nicht bekannt ist, was die Besucher kulinarisch erwartet, steht bereits fest, welche finanzielle Ausschüttung der Vorstand den Anteilseignern vorschlagen wird.

Die deutschen Autobauer müssen sich mit ihren aktuellen Dividenden nicht verstecken, auch wenn sie nicht an die Ausschüttungen der großen Versicherer aus dem Dax heranreichen. So zahlen Allianz und Munich Re ihren Aktionären pro Anteilsschein acht beziehungsweise 8,60 Euro. Weitgehend bis ganz leer gehen die Anteilseigner der Banken aus. Die Deutsche Bank bietet ihren Aktionären in diesem Jahr elf Cent pro Aktien an. Die Commerzbank, die seit der Finanzkrise von 2008 überhaupt nur einmal eine Mini-Dividende von 20 Cent ausgeschüttet hat, zahlt in diesem Jahr nichts. Insgesamt schütten die 30 Dax-Konzerne in diesem Jahr 36 Milliarden Euro aus. Was die Aktionäre der deutschen und einiger internationaler Autobauer zu erwarten haben, zeigt unsere Bildergalerie.

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