VW-Konzernchef Matthias Müller. Foto: AP

Knapp zwei Jahre nach bekanntwerden des Diesel-Skandals bei Volkswagen, gab Konzerchef Matthias Müller am Mittwoch bei der Hauptversammlung bekannt, dass inzwischen etwa die Hälfte aller betroffenen Fahrzeuge umgerüstet worden seien.

Hannover - Volkswagen hat weltweit knapp die Hälfte der manipulierten Dieselmotoren aus dem Konzern umgerüstet. Insgesamt seien es bislang 4,7 Millionen Fahrzeuge, sagte Konzernchef Matthias Müller am Mittwoch in Hannover auf der Hauptversammlung des Autobauers. In Deutschland seien es 1,7 Millionen Autos.

Im Diesel-Skandal geht es um weltweit rund 11 Millionen betroffene Fahrzeuge der VW-Gruppe. In Deutschland gibt es 2,6 Millionen Autofahrer mit einem manipulierten Diesel des Konzerns.

Müller kündigte zudem an, dass Volkswagen im laufenden Jahr besser abschneiden will als im Vorjahr. 60 Modelle sollten 2017 auf den Markt kommen. „Auch deshalb sind wir trotz aller Herausforderungen zuversichtlich, dass 2017 noch besser wird als 2016“, sagte Müller.

Im vergangenen Jahr war Volkswagen trotz milliardenschwerer Kosten für die Bewältigung des Dieselskandals vor allem in den USA in die Gewinnzone zurückgekehrt. Die vorgeschlagene Dividende von 2 Euro je Stamm- und 2,06 Euro je Vorzugsaktie berücksichtige die finanzielle Lage des Konzerns, sagte Müller. Damit schütte der Konzern 19,7 Prozent des Nettogewinns aus. Müller und Finanzchef Frank Witter rechnen im laufenden Jahr mit Zahlungen in zweistelliger Milliardenhöhe für die Diesel-Affäre.

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