Der Geislinger OB Frank Dehmer hat von der E- auf die C-Klasse gewechselt, dafür aber jetzt ein E auf dem Nummernschild. Foto: Horst Rudel

Als erster Rathauschef im Kreis Göppingen hat sich Frank Dehmer ein Elektroauto als Dienstwagen vors Rathaus gestellt. „Ich will damit zeigen, dass man diese Antriebsart auch im Alltag gebrauchen kann“, sagt der Geislinger Oberbürgermeister. Aber was fahren eigentlich seine Amtskollegen?

Geislingen - Bevor der Geislinger Oberbürgermeister Frank Dehmer in seinen neuen Dienstwagen steigt, muss er erst einmal den Stecker ziehen. Der schwarze C-Klasse-Mercedes (monatliche Leasingrate: 391,14 Euro) ist ein sogenannter Plug-in-Hybrid. Lautlos kommt Dehmer damit zur Hauptversammlung des TV Altenstadt ebenso wie zur Ortschaftsratssitzung in Eybach. Und er kann damit auch still übers Land sausen, um in den Nachbargemeinden Geld für die nächste Schulsanierung einzusammeln. Der eingebaute Elektroantrieb macht es möglich.

Er wolle demonstrieren, dass diese umweltfreundliche Antriebsart auch im Alltag funktioniere, sagt Dehmer. „Die meisten Strecken, die ich dienstlich zurücklege, sind ja relativ kurz.“ Bis zu 25 Kilometer weit schaffe es der Elektromotor, hat der parteilose OB festgestellt. Dann erst schalte sich der Diesel ein. Neulich auf dem Weg zur CMT an der Stuttgarter Messe sei der Wagen die Hälfte des Weges nur mit Strom gefahren. Da ist dann auch der Fahrer stolz.

Schon Dehmers Vorgänger Wolfgang Amann fuhr elektrisch. Er hatte einen E-Klasse-Hybrid, allerdings damals noch ohne Ladekabel. Entsprechend kurz waren die Distanzen, die der Wagen fuhr, ohne dass sich Verbrennungsmotor einschaltete. Auch sonst fühlte sich Dehmer, wie er einräumt, nicht so ganz wohl in der Limousine seines Vorgängers. Sie war ihm zu groß. „Ich bin nicht so der E-Klasse-Mensch.“

Seine C-Klasse trägt dafür ein „E“ auf dem Nummernschild. Damit braucht er vielerorts keine Parkgebühren zu entrichten und darf auf Busspuren fahren, die in Geislingen allerdings noch nicht verbreitet sind. Und wie steht’s um den viel zitierten Fahrspaß? Doch, der Wagen sei sehr spritzig, sagt Dehmer. Was ihm aber noch mehr gefalle, sei die Extraanzeige im Cockpit, die messe, wie vorausschauend und Energie sparend man unterwegs sei. „Da habe ich schon einen richtigen Ehrgeiz entwickelt.“

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