Die Geschichte der Remsbahn ist im Museum Remshalden zu sehen. Foto:  

Was steht in den kommenden Tagen auf der Remstal-Gartenschau an? Das Wochenende steht ganz im Zeichen der Kultur – die Woche hat Remshalden im Blick.

Remshalden - Das letzte Bild muss noch einmal richtig an seinem Haken befestigt werden, die letzten Schildchen ausgedruckt und am richtigen Exponat angebracht werden. Dann kann es am Samstag, 18. Mai, losgehen: An diesem Tag, so hofft Irmgard Fischer vom Museumsverein Remshalden, werden viele Neugierige im ganzen Tal ausschwärmen und schauen, was die erste interkommunale Nacht der Museen zu bieten hat.

Neue Ausstellung zur Remsbahn

Im Museum Remshalden in Grundbach gibt es seit dieser Woche eine neue Ausstellung zur Remsbahn: „Die Bahn ist wie auch der Fluss ein verbindendes Element im Tal“, sagt Irmgard Fischer. Auf mehrere Tafeln ist nachzulesen, wie die Württemberger zauderten, überhaupt eine Eisenbahn zu bauen, wie die Badener auf der einen Seite und die Bayern auf der anderen Seite sich viel schneller dem Fortschritt verschrieben. Und wie schließlich 1861 die Remsbahn von Bad Cannstatt nach Wasseralfingen und später, im Jahr 1863, bis nach Nördlingen eröffnet wurde. Kurios in der Ausstellung ist unter anderem ein kleines Exponat in einer Vitrine: neben ein paar alten Fahrscheinen liegt eine Rolle Klopapier, die mit dem Schriftzug „Deutsche Bundesbahn“ versehen ist.

Zur Museumsnacht von 18 bis 24 Uhr werden außer dem Museum Remshalden noch 43 weitere Locations von Essingen (Ostalbkreis) bis nach Remseck (Kreis Ludwigsburg) für kulturinteressierte Nachtschwärmer öffnen. Unter diesem Link gibt es das gesamte Programmheft zum Download. Mit dabei sind neben Kunstgalerien (Galerie Stihl in Waiblingen oder Q-Galerie in Schorndorf) auch Dorf- und Heimatmuseen (wie etwa in Essingen, Mögglingen, Urbach oder Winterbach) und andere besondere Orte wie beispielsweise das Kloster Lorch, der Schmiedturm in Schwäbisch Gmünd oder auch das Museum im Beinsteiner Torturm, das eigens zur Gartenschau seine Heimatstube der vertriebenen Ungarndeutschen aus dem Dorf Csávoly neu konzipiert hat.

Drei Fragezeichen im neuen Bürgerpark

Nach dem Wochenende beginnt die zweite Highlight-Woche der Remstal-Gartenschau, und diese trägt Remshalden aus. Vom 20. bis 26. Mai hat die Kommune ein Programm auf die Beine gestellt, das alle Altersklassen ansprechen soll – das meiste bei freiem Eintritt. Kinder könnten Interesse an der Lesung am Mittwoch, 22. Mai, haben. Um 15 Uhr kommt der Autor Boris Pfeiffer in den neu entstandenen Bürgerpark zwischen Grunbach und Geradstetten und liest aus „Die drei Fragezeichen Kids“. Sportliche Menschen können am Donnerstag, 23. Mai, und Freitag, 24. Mai, bei „Remshalden 1000“ mitmachen, einer geführten Radtour mit rund 1000 Höhenmetern. Start ist jeweils um 10 Uhr im Bürgerpark – allerdings nur mit Voranmeldung unter www.radhelden.club/remstalgartenschau.

Zum Abschluss der Highlight-Woche, am Samstag, 25. Mai, und Sonntag, 26. Mai, veranstaltet Remshalden im Bürgerpark von 11 bis 18 Uhr einen Genuss- und Pflanzenmarkt mit rund 40 Ausstellern. Das komplette Programm findet man hier.

Drei Tipps fürs Wochenende

Museumsnacht
Am Samstag, 18. Mai, findet zum ersten Mal die Remstal-Museumsnacht in allen 16 Kommunen statt, die sich an der Remstal-Gartenschau beteiligen. Nicht nur der Eintritt ist frei, auch die Fahrten mit Bus und Bahn von einer Station zur nächsten sind zwischen 18 und 24 Uhr mit einem Gartenschau-Bändel kostenlos. Diesen Bändel erhält man an einem der 44 Veranstaltungsorte.

Remsbahn
Mit dabei ist auch das Museum Remshalden, Schillerstraße 48: Dort hat der Museumsverein gemeinsam mit dem Jugend-Modellbahn-Club Remshalden eine Sonderausstellung über die Remsbahn entwickelt.

Heimatstube
Zur Museumsnacht wird die Ausstellung im Beinsteiner Torturm, die Csávolyer Heimatstube, wiedereröffnet. Im Mittelpunkt der neuen Konzeption stehen die heimatvertriebenen Deutschen aus dem südungarischen Dorf. Eröffnet wird die Ausstellung um 17 Uhr mit einer Einführung im Schwanensaal, Kulturhaus Schwanen, Winnender Straße 4.

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