Stadt, Land, Kloster
Die Autobahn, die direkt am Flughafen beginnt, führt Sie zügig am intensiven Verkehr der Inselhauptstadt Iráklio vorbei gen Westen. Eine Stunde lang dürfen Sie den Anblick der Ägäisküste und des fast 2500 Meter hohen Psilorítis-Gebirges genießen. Dann geht es zum ersten Mal landeinwärts zum Kloster Arkádi, Kretas Nationalheiligtum. Mit Réthimno und dem venezianischen Hafen wartet anschließend die erste kretische Stadt auf Sie, mit Vámos ein ursprüngliches Dorf. Dort können Sie in der Taverne Stérna tou Bloumósifis an der Hauptstraße sehr gut kretisch essen.

Westwärts Richtung Südsee
Chaniá punktet mit seiner Altstadt, interessanten Museen, kleinen Hotels in historischen Häusern und unzähligen Tavernen in gewundenen Gassen. Kissámos ist eine beschauliche Landstadt, von deren Hafen Sie ein Tagesausflug mit dem Schiff zur venezianischen Festungsinsel Gramvoúsa entführt, wo Sie eine Lagune mit Südseetouch zum Baden erwartet.

 Foto: Dumont Bildarchiv/gerber

Wir bringen Sie auf Touren: Unsere Serie führt Sie auf dem besten Weg durch eine Region.

Bei Regen
Kraken hinter Glas: Im Cret-Aquarium in Goúrnes, Griechenlands modernstem Aquarium, sind über 2500 Wassertiere zu Hause, darunter Kraken und Haie.
Einfach abtauchen: Regentage sind ideal zum Schnuppertauchen - ob für Kinder im Hotelpool oder für Erwachsene auf offener See, veranstaltet z. B. vom Atlantis Diving Centre bei Réthimno. 
Rustikal shoppen in Chaniá: In der historischen Markthalle von Chaniá können Sie sich ausgiebig mit kretischen Köstlichkeiten eindecken und in einer der kleinen urigen Markttavernen warten, bis der Schauer vorüber ist.
Zu den Glasbläsern: Bei einem Besuch von Kretas größter Glasbläserei in Kókkino Chorió können Sie den Glasbläsern zuschauen, die aus Altglas bunte Lampen, Schalen, Gläser und Schmuck fertigen.
Abstieg in die Unterwelt : 550 Meter weit geht es hinein in die Wunderwelt von Stalagmiten und Stalaktiten in der Tropfsteinhöhle von Zonianá.
Kunst im Kloster: Im Kloster Tóplou im Osten Kretas gibt Ikonen aus dem 14. Jahrhundert anzuschauen.

Zum Nulltarif
Das Fischmosaik von Chersónisos: An der Uferpromenade von Chersónisos finden Sie antike römische Mosaike mit Fischern und ihrem reichen Fang.
Stadtrundfahrt durch Chaniá: Von der Markthalle in Chaniá starten halbstündlich Minibusse der Gemeinde umsonst zu einer Stadtrundfahrt - am schönsten ist es am frühen Abend, wenn langsam die Lichter angehen.
Mauerblick mit Dichter: In anderen Städten wird für das Betreten der Stadtmauer Eintritt verlangt - nicht so in Iráklio. Einziger Zugang zur Mauer ist die mittelalterliche Martinengo-Bastion, auf der Sie erstaunlicherweise auch das Grab von Níkos Kazantzákis mit dessen berühmtem Motto finden: „Ich hoffe nichts, ich fürchte nichts, ich bin frei.“
Minoische Stadt : Die einzige minoische Stadt, deren Überreste frei zu besichtigen sind, liegt am Strand von Chióna bei Palékastro.
Ruinen im Olivenhain : Ein Spaziergang durch die Ruinen einer römischen Stadt in einem uralten Olivenhain in Górtis ist romantisch - und im Gegensatz zur Ausgrabung auf der anderen Straßenseite sogar kostenlos zu unternehmen.

Zum Mitbringen
Schnitzereien aus Olivenholz sind besonders kostbar, weil das Holz lange gelagert werden muss. Die größte Auswahl gibt es in Mátala an der Südküste.

Im Netz
www.kreta-trip.de Website mit Infos zu den wichtigsten touristischen Orten Kretas mit ausführlichen Blogs unterschied­licher Autoren.
www.greeklyrics.de Hunderte griechischer und kretischer Songtexte in deutscher Übersetzung, mit Links zu Clips auf You Tube.
www.explorecrete.com Umfangreiche Internetseite mit Infos für Urlauber, Landkarten, Klimatabelle und Rezepten.

Reisedauer
Die reine Fahrzeit für die 1100 Kilometer beträgt 25 Stunden, die ideale Reisedauer mindestens zwei Wochen. Alle Texte und Empfehlungen auf dieser Seite wurden dem Marco-Polo-Reiseführer „Kreta“ mit Extrakarte von Klaus Bötig entnommen, Mairdumont, 11,99 Euro. In Kooperation mit den Marco-Polo-Reiseführern, www.marcopolo.de/kreta

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