Christoph Harting scheiterte in der Qualifikation. Foto: dpa

Seit 2007 ging jede Deutsche Meisterschaft im Diskuswerfen an Robert oder Christoph Harting. Jetzt scheiterte letzterer sogar an der Qualifikation für den Endkampf.

Berlin - Diskus-Olympiasieger Christoph Harting hat bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften die nächste Pleite erlebt. Der Lokalmatador verpasste am Samstag im Berliner Olympiastadion mit drei ungültigen Versuchen den Endkampf. „Es könnte mir nicht egaler sein“, sagte 29-Jährige. Den Titel gewann zum ersten Mal überhaupt der Magdeburger Martin Wierig mit 65,39 Meter.

Seit 2007 waren alle Titel im Diskusring an Christoph (zweimal) oder seinen Bruder Robert Harting (zehnmal) gegangen, der im vergangenen Jahr seine Karriere beendet hatte. Christoph Harting hat bislang nur einmal mit 66,01 Meter die WM-Norm für Doha/Katar überboten und könnte deshalb theoretisch noch nominiert werden. Er ließ aber offen, ob er dazu bereit wäre.

Der Lokalmatador hatte sich schon vor seinem Auftritt despektierlich über die nationalen Titelkämpfe geäußert. „Deutsche Meisterschaften sind immer der große letzte Nominierungswettkampf, wo der DLV sagt, ihr müsst hinfahren. Es ist die letzte Erpressungsmöglichkeit der deutschen Leichtathletik“, sagte der Werfer der „Berliner Zeitung“ (Samstagausgabe). „Es gibt wenig Unbedeutenderes als einen deutschen Meistertitel.“ Er konnte seit seinem Gold-Coup von Rio de Janeiro 2016 nie mehr an seine Topform anknüpfen.

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