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Rund 1200 S21-Gegner protestierten am Samstag gegen das Milliardenprojekt.

Stuttgart - Rund 1200 Stuttgart-21-Gegner haben sich am Samstag auf dem Stuttgarter Schlossplatz versammelt, um kurz vor den geplanten Abrissarbeiten erneut gegen das Milliardenprojekt zu demonstrieren. Bei einer Kundgebung unter dem Motto „Wider den Sünden-Fall der Parkbäume und des Südflügels“ ging es unter anderem um juristische Fragen beim Bau des Tiefbahnhofs.

„Wir fordern einen Stopp der Bauarbeiten, solange der Umbau zum unterirdischen Hauptbahnhof nicht komplett genehmigt ist und die Kosten sich noch erhöhen könnten“, so Hannes Rockenbauch, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21. Er rief dazu auf, den Finger immer wieder in die Wunde zu legen und das Projekt auch weiterhin kritisch zu hinterfragen sowie zu begleiten.

Die S21-Gegner zogen zum Südflügel des Hauptbahnhofs

Im Anschluss ging es mit einem Schweigemarsch durch die Stuttgarter Innenstadt. In schwarzer Kleidung und mit weiß geschminkten Gesichtern zogen die S21-Gegner zum Südflügel des Hauptbahnhofs. Die Abrissarbeiten könnten dort schon kommende Woche beginnen. Beim umstrittenen Milliarden-Projekt Stuttgart 21 wird der bestehende Kopfbahnhof zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut. Außerdem soll der neue Tiefbahnhof durch einen unterirdischen Ring und einen fast zehn Kilometer langen Tunnel an das regionale Schienennetz und die geplante Schnellbahntrasse nach Ulm angeschlossen werden.

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