David Garrett begeisterte sein Publikum in der Stuttgarter Schleyerhalle Foto: Getty Images Europe

David Garrett rockte am Mittwochabend die ausverkaufte Schleyerhalle - mit Beethoven und Lasershow begeisterte der "Geigen-Prinz" sein Publikum.

Stuttgart - David Garrett rockt die „Pathétique“, Beethoven hat keine Chance. Laserblitze jagen durch die ausverkaufte Schleyerhalle, Visuals mit rasenden Wolkenkarawanen, Blitz und Donner treiben die Neue Philharmonie Frankfurt unter Leitung von Franck van der Heijden.

Der „Geigen-Prinz“ übernimmt mit Rasanz den Klavierpart, das Publikum rast. So hat es die 8. Klaviersonate noch nie gehört. Eine Apokalypse ohne Sentiment. Zwischen Metallica und Mozart positioniert sich David Garrett (34) auf seiner Tournee „Classic Revolution“, und er moderiert sich auf sympathische Art selbst: Schnappschüsse aus dem Fotoalbum zeigen einen publikumsnahen Star.

Der gebürtige Aachener wagt Experimente, loopt das Romalied „Baila Me“ und rockt auf der Geige mit den Mitgliedern des Deutschen Fernsehballetts den Kasatschok zu „Babuschka“. Weg mit den Tränen, preist das Leben: So könnte man das Arrangement der chorischen Vorlage „Lacrimosa“ aus Mozarts Requiem durch den „schnellsten Geiger der Welt“ verstehen. Und auch in Verdis Requiem wandelt Garrett die Totenklage zum Lebenshymnus. Raketen steigen von der Bühne auf, eine gar aus dem Instrument des Geigen-Popstars – hitzig erreicht die perfekt inszenierte Crossover-Show ihr Publikum. Die andere David-Garrett-Fraktion sagt: „Verzauberung durch ­Musik hört sich anders an.“

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