BMW und Daimler müssen nun künftig auch anderen Anbietern von Mobilitätsapps Zugang zu ihren Programmierschnittstellen gewähren. Foto: dpa-Zentralbild

Die beiden Autohersteller Daimler und BMW wollen ihre Carsharing-Dienste zusammenlegen , um sich die Kosten zu teilen und schneller zu wachsen. Die Fusion ist auch eine Kampfansage.

Brüssel - Die EU-Wettbewerbshüter haben den Zusammenschluss der Carsharing-Dienste von Daimler und BMW unter Auflagen erlaubt. Die beiden Unternehmen hätten ausreichende Zusagen gemacht, um die Wettbewerbsbedenken auszuräumen, teilte die EU-Kommission am Mittwochabend mit.

Kampfansage an Uber

Die beiden Autohersteller wollen ihr Carsharing und ihre Mobilitätsdienste zusammenlegen, um sich die Kosten zu teilen und schneller zu wachsen. Die Fusion ist zudem eine Kampfansage an Uber und andere Technologiekonzerne. Das neue Unternehmen soll eine Reihe von Angeboten bündeln, etwa die Carsharing-Anbieter Car2go und DriveNow, die Taxi- und Mobilitäts-Apps Mytaxi und Moovel von Daimler sowie die Park- und Elektroauto-Ladedienste von BMW.

Das sind die Auflagen

Beim Carsharing würde es jedoch in sechs Städten - Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln, München und Wien - zu wettbewerbsrechtlichen Problemen kommen, befand die EU-Kommission.

BMW und Daimler müssen nun künftig auch anderen Anbietern von Mobilitätsapps Zugang zu ihren Programmierschnittstellen gewähren, so dass auch diese die Carsharing-Dienste der beiden anzeigen können. Außerdem müssen andere Anbieter von kurzzeitigen Autovermietungen Zugang zur Mobilitätsapp Moovel erhalten.

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