Über die Zukunft des Daimler-Werkes in Untertürkheim gabt es lange und zähe Verhandlungen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat. Foto: Daimler AG

Die Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge wird künftig auch im Daimler-Werk in Untertürkheim stattfinden. Im Bereich Elektromobilität sollen 250 neue Stellen geschaffen werden.

Stuttgart - Batterien für Elektrofahrzeuge sollen in Zukunft auch in Untertürkheim produziert werden. Das Werk werde zu einem Hochtechnologiestandort für Elektrokomponenten weiterentwickelt, erklärte das Unternehmen im Anschluss an eine Betriebsversammlung. Dadurch wird die Leitfunktion des Werks bei Antrieben nun auf elektrifizierte Antriebe ausgeweitet. Mit diesem Schritt setze das Unternehmen seine Elektro-Offensive konsequent fort.

Schichten sollen flexibler werden

Zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit sieht die zwischen Werkleitung und Betriebsrat geschlossene Vereinbarung Maßnahmen zur Steigerung der Flexibilität und der Effizienz vor. Dabei geht es unter anderem um Arbeitszeiten, variable Schichtmodelle und einen flexiblen Personaleinsatz. Schon im Vorfeld der Betriebsversammlung hatten Daimler-Chef Dieter Zetsche und der Untertürkheimer Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Nieke erklärt, die Verhandlungen befänden sich auf einem guten Weg. In einer Mitteilung des Betriebsrats hatte es geheißen, man bewege sich „im Lösungskorridor“. Ähnlich hatte sich auch Zetsche geäußert.

Um bei den Verhandlungen Druck zu machen, verweigert der Betriebsrat die Zustimmung zu Überstunden in Untertürkheim. Dort sind 19 000 Mitarbeiter beschäftigt. Viele Arbeitsplätze sind von der Herstellung von Verbrennungsmotoren abhängig. Entsprechend groß sind die Sorgen wegen der Einführung von Elektrofahrzeugen.

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