Ein Labor des Tübinger Unternehmens Curevac (Archivbild) Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Ein Bündnis von unter anderem Menschenrechtsorganisationen fordert die Firmen Biontech und Curevac auf, ihr Wissen mit anderen Firmen zu teilen, um eine weltweite Produktion von Impfstoff zu ermöglichen.

Berlin - Ein Bündnis von Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen fordert die deutschen Pharmafirmen Biontech und Curevac auf, schnell den Weg für eine weltweite Produktion ihrer Corona-Impfstoffe zu ebnen. So sollten die Unternehmen während der Pandemie auf ihre geistigen Eigentumsrechte verzichten und Technologien und Know-How anderen Firmen zugänglich machen, heißt es in einem offenen Brief unter anderem von Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen, Oxfam und Transparency International. Zudem sollten sie einen Teil der Impfstoffe für ärmere Länder bereitstellen.

Elisabeth Massute von Ärzte ohne Grenzen erklärte am Donnerstag: „Es darf nicht sein, dass ärmere Länder mit dem Schutz ihrer Risikogruppen noch Jahre warten müssen, während reiche Länder wie Deutschland schon die breite Masse impfen.“

Rund 20 Organisationen im Bündnis

Die gut 20 Organisationen weisen darauf hin, dass beide Firmen Fördergelder von jeweils mehreren hundert Millionen Euro allein durch die Bundesregierung erhalten hätten. Dadurch stünden sie in der Verantwortung, Menschen weltweit Zugang zu Covid-19-Impfstoffen zu gewähren.

Massute erklärte, die Zeit dränge. „Unsere Teams sehen derzeit drastisch ansteigende Infektionszahlen in Projektstandorten etwa in Malawi, Mosambik, Afghanistan und Brasilien und die besorgniserregende Ausbreitung von Virusmutationen.“

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