Suche nach Vermissten auf der „Costa Concordia“ konnte am Mittwoch nicht fortgesetzt werden.

Giglio - Die Suche nach Vermissten auf dem vor Italien gekenterten Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ konnte auch am Mittwoch zunächst nicht fortgesetzt werden. Starker Wind und der Seegang an der toskanischen Insel Giglio gefährdeten die Sicherheit der Einsatzkräfte, hatte der Einsatzleiter die Unterbrechung der Suche am Vorabend begründet. Marine-Taucher wollten dann am Morgen einen noch größeren Zugang zu dem dritten Deck des havarierten Schiffes freisprengen. Die Wetterbedingungen ließen dies jedoch zunächst nicht zu, sie kehrten an Land zurück, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Abpumpen des Öls dauert mindestens bis Samstag

Bis zum Mittag wollte der Krisenstab entscheiden, ob die Suche nach Vermissten und die Vorbereitungen für das Abpumpen des Öls aus der „Costa Concordia“ doch wieder aufgenommen werden können. Auf der Suche nach den noch mehr als 20 Vermissten hatten Taucher am Dienstag eine tote Frau gefunden. Damit stieg die Zahl der geborgenen Opfer auf 16.

Das Abpumpen des giftigen Schweröls aus den Tanks der „Costa Concordia“ verzögert sich unterdessen mindestens bis zum Samstag. Nach Beginn der Aktion dürfte es rund vier Wochen dauern, bis die etwa 2300 Tonnen Treibstoff, darunter überwiegend Schweröl, aus den 17 Tanks entsorgt sind. Wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind, soll rund um die Uhr gepumpt werden.

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