In Stuttgart sollen Wochenmärkte im Gegensatz zu Leipzig geöffnet bleiben. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Das sächsische Leipzig hat seine Wochenmärkte wegen der Coronakrise vorerst dicht gemacht. In Stuttgart gibt es derzeit keine entsprechenden Überlegungen. Derweil beklagen Menschen vermehrte Hamsterkäufe und einen ruppigen Umgang in den Lebensmittelmärkten.

Stuttgart - Während die Stadt Leipzig am Dienstag ihre Wochenmärkte zum Schutz der Bevölkerung vor dem Coronavirus bis auf Weiteres geschlossen hat, denkt man in Stuttgart bisher nicht an eine solche Maßnahme. Das Thema habe im Corona-Krisenstab am Mittwoch keine große Rolle gespielt, teilte Ordnungsbürgermeister Marin Schairer (CDU) auf Anfrage mit. Leipzig hatte unter Berufung auf eine Verordnung des sächsischen Innenministeriums einen Tag zuvor den bereits laufenden Wochenmarkt nachmittags kurzerhand geschlossen.

In der Verordnung des Ministeriums wurde als Grund für die Schließung angegeben, dass auf Wochenmärkten der Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Kunden nicht eingehalten werden könne. Die bisher für Wochenmärkte geltende Ausnahmeregelung werde damit hinfällig.

Derweil reagieren viele Menschen mit Unverständnis auf die Haltung der Stadt, kein Verbot von Hamsterkäufen wie etwa Frankfurt erlassen zu wollen. Viele Anrufer beklagten gegenüber unserer Redaktion, es mangele in Märkten im Stadtgebiet an Toilettenpapier, Nudeln und Konserven.

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