Jan Steffen Jürgensen, Leiter des Stuttgarter Klinikums, plädiert dafür, dass sich mehr Menschen gegen das Coronavirus impfen lassen. (Archivbild) Foto: Leif Piechowski/Leif-Hendrik Piechowski

Der Leiter des Klinikums Stuttgart, Jan Steffen Jürgensen, sieht die Krankenhäuser der Landeshauptstadt bereits in der vierten Corona-Welle.

Stuttgart - Der Leiter des Stuttgarter Klinikums, Jan Steffen Jürgensen, sieht die Krankenhäuser in der Landeshauptstadt in einer vierten Corona-Welle. „Wir werden eine vierte Welle sehen, sind eigentlich schon drin“, sagte Jürgensen in einem am Montag von der Stadt Stuttgart veröffentlichten Video. Die größte Aufgabe sei nun, „den Routine-Betrieb für alle anderen ohne Einschränkungen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig den Covid-Kranken gerecht zu werden.“

Im Stuttgarter Klinikum würden derzeit 32 an Covid-19 Erkrankte stationär behandelt, 14 davon auf der Intensivstation. Nun bleibe zu hoffen, „dass die vierte Welle flach ausfällt“, sagte Jürgensen. „Da können alle ihren Beitrag dazu leisten.“

Deutschland hinke im europaweiten Vergleich bei der Immunität bislang hinterher, weil sich weniger Menschen mit dem Coronavirus angesteckt hätten und die Impfquote niedriger als in anderen Ländern sei. „Wir haben eine erfolgreiche Impfkampagne, aber noch ganz viel Luft nach oben“, sagte Jürgensen. „Ich drücke die Daumen, dass sich ganz viele noch entscheiden, die Impfung wahrzunehmen.“

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