Eine Mehrheit der Deutschen unterstützt die Verlängerung des Lockdowns. Foto: dpa/Andreas Arnold

Der Corona-Lockdown wird aller Voraussicht nacht weiter verlängert. Eine große Mehrheit der Deutschen steht weiter hinter den Maßnahmen der Bundesregierung.

Berlin - Eine deutliche Mehrheit der Deutschen unterstützt eine Verlängerung des Corona-Lockdowns über den 31. Januar hinaus. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich 40 Prozent sogar für eine Verschärfung der bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aus, weitere 21 Prozent sind für eine Beibehaltung der bisherigen Beschränkungen. Nur 13 Prozent plädierten für ein Ende des Lockdowns, 17 Prozent für eine Lockerung. 8 Prozent machten keine Angaben.

Die Zahl der Lockdown-Gegner hat damit im Vergleich zu Anfang Januar nur leicht zugenommen. Damals waren 11 Prozent für eine Abschaffung aller Maßnahmen gegen die Verbreitung des Virus und 17 Prozent für eine Entschärfung.

Erweiterung der Maskenpflicht möglich

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) berät an diesem Dienstag mit den Ministerpräsidenten der Länder über eine weitere Verlängerung des Mitte Dezember beschlossenen harten Lockdowns mit Schließung der meisten Geschäfte, der Hotels und Gaststätten sowie der Schulen und Kitas. Zudem soll es um Verschärfungen gehen, mit denen auch der Verbreitung von hoch ansteckenden Virus-Mutationen in Deutschland vorgebeugt werden soll.

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Im Gespräch sind zum Beispiel neue Regeln zum Homeoffice, eine nächtliche Ausgangssperre und eine Erweiterung der Maskenpflicht. Die Akzeptanz für solche Maßnahmen ist relativ groß.

Homeoffice:

In der Umfrage sprachen sich 70 Prozent der Befragten dafür aus, Unternehmen dazu zu verpflichten, während des Lockdowns zu Hause arbeiten zu lassen - soweit dies möglich ist.

Ausgangssperre:

56 Prozent sind für eine nächtliche Ausgangssperre, wie es sie in anderen Ländern wie zum Beispiel Frankreich schon gab oder immer noch gibt. Nur 36 Prozent sind dagegen.

Maskenpflicht:

 Seit Montag muss man in Bayern in Bussen, Bahnen und Geschäften FFP2-Masken tragen, die besonders gut vor einer Übertragung des Virus schützen. Eine Mehrheit von 60 Prozent ist grundsätzlich für eine Ausweitung dieser Maßnahme auf das ganze Bundesgebiet - 36 Prozent allerdings nur, wenn die Masken für alle kostenlos verteilt werden.

Schulen:

Bei der Schließung der Schulen sind die Befragten gespalten. 40 Prozent sind dafür, dass sie geschlossen bleiben. 37 Prozent meinen, Präsenzunterricht sollte mit Einschränkungen wieder möglich sein. 16 Prozent sind für eine Normalisierung des Schulbetriebs.

Öffentlicher Nahverkehr:

Auch hier gibt es kein klares Bild. 43 Prozent sind gegen eine Einschränkung des Betriebs von Bussen und Bahnen, 39 Prozent dafür. 10 Prozent sind sogar für eine komplette Einstellung des Öffentlichen Nahverkehrs.

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