Als am Samstagabend Mitglieder des sogenannten Commando Cannstatt nach einem Fußballspiel am Bahnhof in Bad Cannstatt eintreffen, geraten sie mit Volksfestbesuchern aneinander. Die Bundespolizei greift ein, mehrere Beamten werden verletzt (Symbolbild). Foto: dpa

Als am Samstagabend Angehörige des sogenannten Commando Cannstatt nach einem Fußballspiel am Bahnhof in Bad Cannstatt eintreffen, geraten sie mit Volksfestbesuchern aneinander. Die Bundespolizei greift ein, mehrere Beamte werden verletzt.

Stuttgart-Bad Cannstatt - Nach dem Auswärtsspiel der Stuttgarter Kickers II gegen den SSV Reutlingen in der Oberliga Baden-Württemberg ist es am Samstagabend in Bad Cannstatt zu Auseinandersetzungen gekommen.

Wie die Bundespolizei mitteilt, kamen gegen 19.30 Uhr etwa 60 Mitglieder des sogenannten Commando Cannstatt, einer extremen Fan-Gruppierung des VfB Stuttgart, am Bahnhof in Bad Cannstatt an. Sie waren laut Polizei mit zum Auswärtsspiel der Stuttgarter Kickers II gegen den SSV Reutlingen gefahren, da sie eine Fan-Freundschaft mit einer Ultra-Gruppierung Reutlinger Fans, der sogenannten Szene E, verbindet.

Provokationen und Rangeleien

Als sie in Cannstatt aus dem Zug ausstiegen, kam es zwischen rund 20 Commando-Cannstatt-Anhängern und einigen Volksfestbesuchern zunächst zu Provokationen, dann zu Schubsereien und Rangeleien. "Zurzeit gehen wir davon aus, dass die Provokation von den Commando-Cannstatt-Anhängern ausging", so ein Sprecher der Bundespolizei.

Die Bundespolizei griff ein und trennte die Kontrahenten, um Schlimmeres zu verhindern. Danach verlagerte sich das Geschehen in die Bahnhofshalle, wo einige Angehörige des Commando Cannstatt die Bundespolizisten gezielt angegriffen haben sollen. Drei Beamten wurden verletzt.

Drei Polizisten verletzt

Ein Polizist erlitt eine Platzwunde unter einem Auge und einen Nasenbeinbruch, als er von einer Dose getroffen wurde. Ein weiterer bekam einen Faustschlag verpasst und erlitt Prellungen am Hinterkopf, ein dritter Schürfwunden am Oberarm. Zwei Beamte wurden in einem Krankenhaus behandelt.

Vier Täter konnten bisher festgestellt und vorläufig festgenommen werden. Die Polizei bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0711/87035-0 oder unter der kostenlosen Bundespolizei-Hotline 0800/6 888 000.

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