Stolz präsentiert ein Besitzer seinen Porsche auf dem Old- und Youngtimertreff am Mercedes-Benz-Museum. Foto: Andreas Rosa/r

Beim Old- und Youngtimertreff „Classics & Coffee“ vor dem Mercedes-Benz Museum lautete das Themenspecial 75 Jahre Porsche. Präsentiert wurden aber auch Autos anderen Marken.

„Eine Katzentreppe!“ Schmunzelnd beschreibt ein Paar aus Fellbach im Rems-Murr-Kreis, wie Autokenner den Sonnenschutz am Heck ihrer roten Chevrolet Corvette Baujahr 1979 nennen. Just haben sie das gepflegte Gefährt vor dem Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart geparkt, wie viele Male zuvor. Findet doch dort – noch bis zum 8. Oktober – immer sonntags der Old- und Youngtimertreff „Classics & Coffee“ statt. Fans des heiligen Blechles postieren ihre alten und fast alten Pferdestärken auf den Museumshügel, der so zur großen Freilicht-Automobilausstellung mutiert. Alle Automarken sind willkommen. Indes lautet das Themenspecial an diesem Sonntag 75 Jahre Porsche.

 

Natürlich sind viele Modelle des Zuffenhausener Sportwagenherstellers zu sehen: vom Speedster 365 Baujahr 1957 bis zum 911 von 1970; vom Porsche 356 SC Coupé 1964 bis zum 964 3.6 Carrera 2 Coupé aus 1989. Deswegen ist auch Thijs van Gessel gekommen. „Uns hat man bei Porsche von diesem Event erzählt. Ich bin erstmals hier, toll!“, sagt der 17-Jährige und zeigt auf seinen eigenen Youngtimer: „Neben einem Toyota das einzige japanische Fahrzeug auf dem Platz.“ Seinen knallroten Mazda Miata von 1999 kaufte der angehende Mechaniker schon als 15-jähriger. Nun reist er damit durch Deutschland. „Begleitendes Fahren – mein Vater ist dabei.“ Van Gessel ist genauso begeistert von der Vielfalt auf dem Autotreff. So wie zahlreiche Museumsbesucher, die auf Eintritt warten und gefühlt in allen Sprachen der Welt sprechen. „Echte Überraschungen, was man alles zu sehen bekommt“, sagt ein Urlauber aus Dubai.

Herzen schlagen schneller: Scheiben- statt Trommelbremsen

Anerkennend blickt er auf die glänzenden Karossen, die an- und wegfahren. Neben Mercedes aus vielen Dekaden sind da VW anzutreffen, etwa ein Käfer von 1966 und ein Camper, Anfang der 1970er, genauso wie ein Renault Primaquatre der Zwischenkriegszeit, ein eleganter 1953er Citroen 11 „Balduin“, ein blau-weiß gestylter Cobra aus den 1960ern, ein Austin-Healey 3000 aus derselben Dekade oder ein MG Roadster aus den 1970ern.

Nicht zu vergessen der goldfarbene Pontiac Firebird Formula Ws6 von 1970. Er gehört Sven Volk. „Ich war schon fast 100 Mal hier“, lacht der Schorndorfer, vom perfekten Packaging und Raumgefühl des Feuervogels schwärmend. „Er hatte schon vier Scheibenbremsen statt Trommelbremsen!“ Auch vom „Classics & Coffee“ schwärmt er. „Grandios vom Mercedes Museum hier einen Treff und Austausch zu schaffen, der für alle Marken offen ist.“