Freibergs Sportdirektor Christian Werner (li.) arbeitet in Freiberg erfolgreich mit Trainer Evangelos Sbonias zusammen. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Der SGV Freiberg will im Oberliga-Topduell bei den Stuttgarter Kickers Revanche für die 0:1-Hinspielniederlage nehmen. Sportdirektor Christian Werner spricht über den brisanten Zweikampf um den Direktaufstieg und seine eigenen Ambitionen.

Stuttgart - Über 4000 Zuschauer werden an diesem Mittwoch (19 Uhr) im Topduell der Fußball-Oberliga zwischen den Stuttgarter Kickers und dem SGV Freiberg im Gazi-Stadion auf der Waldau erwartet. SGV-Sportdirektor Christian Werner spricht über die jüngsten Punktverluste seines Teams und die Ausgangsposition im Kampf um den Direktaufstieg in die Regionalliga.

 

Herr Werner, wie ist das magere 1:1 beim Tabellen-Drittletzten SF Dorfmerkingen zu erklären?

Wenn man klarste Chancen auslässt, braucht man sich nicht zu wundern. Wir haben allein in den ersten 20 Minuten drei, vier hundertprozentige Möglichkeiten liegen lassen. Ein Führungstreffer wäre der Dosenöffner gewesen. Wir gerieten aber sogar in Rückstand, und der Gegner hat auf dem sehr schmalen Kunstrasenplatz mit Mann und Maus verteidigt. Am Ende haben wir durch das Tor von Marco Grüttner immerhin einen Punkt gerettet.

Und gehen damit punktgleich mit den Stuttgarter Kickers am Mittwoch ins Spitzenspiel auf der Waldau.

Auch wenn wir mit zwei Punkten Vorsprung in dieses Topduell gegangen wären, hätte das an der Ausgangsposition wenig geändert. Wir kommen aufgrund der um 20 Treffer besseren Tordifferenz als Spitzenreiter und könnten mit einem Unentschieden gut leben. Klar ist für mich: Der Direktaufstieg wird nicht in dieser Partie entschieden – völlig egal, wie es ausgeht. Das wird sich bis zum letzten Spieltag ziehen.

Dicklhuber trifft im Hinspiel

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Im Hinspiel am zweiten Spieltag hatten die Stuttgarter Kickers durch den Treffer von Kevin Dicklhuber mit 1:0 die Nase vorne.

Und jetzt haben wir die Chance, Revanche zu nehmen. Dafür werden wir 90 Minuten Vollgas geben. Wir alle freuen uns riesig auf dieses Spiel. Im Nachhinein ist es für alle Beteiligten doch eine schöne Sache, dass wir dieses Spiel nicht am 11. Dezember als Geisterspiel austragen mussten, sondern jetzt vor vollem Haus.

Über 4000 Fans erwartet

Die Kickers dürften von über 4000 Zuschauern unterstützt werden. Wie groß ist dieser Vorteil?

Wir werden dieses Flair auch genießen, aber klar ist die Kulisse ein Vorteil für die Kickers. Andererseits haben auch wir genügend erfahrene Spieler in unseren Reihen, die schon vor einigen Tausend Zuschauer gespielt haben, wie etwa Marco Grüttner oder Marco Kehl-Gomez. Die Atmosphäre sollte also auch bei unserem Team ein paar Prozente mehr herauskitzeln.

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Für Ihren Offensivmann Flamur Berisha ist ein ganz besonderes Spiel. Er wechselt im Sommer zu den Kickers. Wird er am Mittwoch im Kader stehen?

Davon gehe ich stark aus. Es ist keine ganz einfache Situation für einen jungen Spieler wie ihn. Aber sollte er spielen, wird er alles für den SGV geben. Für Flamur lege ich meine Hand ins Feuer.

Ihr Vertrag läuft am Saisonende aus. Es soll höherklassige Angebot geben, werden Sie verlängern?

Das ist offen, es ist noch keine Entscheidung gefallen, wir befinden uns in guten Gesprächen.

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