Zu einem Großeinsatz wegen eines Chemie-Unfalls ist die Feuerwehr in der Nacht zum Freitag ausgerückt. Foto: 7aktuell.de/Franziska Hessenauer

Rund 100 Feuerwehrleute sind in der Nacht zum Freitag auf einem Firmengelände in Asperg im Kreis Ludwigsburg im Einsatz gewesen. Der Grund war ein Chemieunfall.

Asperg - Ein Chemieunfall auf einem Firmengelände in Baden-Württemberg hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. In einem Betriebsgebäude in Asperg (Kreis Ludwigsburg) in der Siemensstraße war es gegen 23.20 Uhr aus noch ungeklärter Ursache in drei Tauchbecken zu einer chemischen Reaktion gekommen, in deren Verlauf sich ätzender Dampf aus Borfluorwasserstoffsäure und Kalilauge entwickelte, wie die Polizei mitteilt. Eine Umweltgefahr habe nicht bestanden, da der Dampf das Gebäude nicht verlassen konnte.

In Schutzanzügen betraten Feuerwehrleute und Chemiker das Gebäude, unterbrachen die Wärmezufuhr zu den betroffenen Becken und neutralisierten die in ein Auffangbecken übergelaufene Flüssigkeit. Gegen 3 Uhr war der Einsatz beendet. „Verletzt wurde keiner. Eine Gefahr für Anwohner besteht nicht“, sagte der Sprecher. Der Einsatz werde wohl noch eine Zeit lang dauern.

Wie es zu dem Unfall kam, konnte die Polizei am frühen Freitagmorgen nicht sagen. Auch die Höhe des Sachschaden steht noch nicht fest.

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