Carolin Klöckner strahlt – sie ist neue Deutsche Weinkönigin. Foto: dpa

Sie hat es geschafft: Carolin Klöckner aus Vaihingen/Enz hat den Titel der deutschen Weinkönigin bekommen. Die Studentin holte erstmals nach 32 Jahren wieder die Krone nach Württemberg.

Neustadt - Carolin Klöckner vom Anbaugebiet Württemberg wird für ein Jahr die Krone der 70. Deutschen Weinkönigin tragen. Die 23-Jährige setzte sich am Freitagabend bei einer Gala im pfälzischen Neustadt an der Weinstraße gegen fünf weitere Bewerberinnen durch. Von diesen fünf wählte die Jury Inga Storck (24, Pfalz) und Klara Zehnder (22, Franken) als Weinprinzessinnen. Die Hoheiten mussten Wissenstests bestehen, spontane Reden halten und Weinproben meistern.

Die neue Weinkönigin löst die amtierende Majestät Katharina Staab (Nahe) ab. Klöckner holt erstmals nach 32 Jahren wieder die Krone nach Württemberg. Im Finale scheiterten Franziska Aatz (28, Baden), Pauline Baumberger (25, Nahe) und Tatjana Schmidt (25, Rheingau). Die Deutsche Weinkönigin wirbt seit 1949 für deutschen Rebensaft und nimmt ein Jahr lang rund 200 Termine wahr, viele davon im Ausland.

Klöckner sorgt für ungewollte Lacher

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hatte die Wahl mit einer launigen Rede eröffnet. „Heute sind einige Kandidatinnen dabei, die sind in dem Jahr geboren, in dem ich Weinkönigin wurde - da fühle mich ein bisschen als Queen Mum“, sagte Klöckner, die vor gut 20 Jahren selbst die Krone trug. Sie lobte die „Majestäten“ der vergangenen Jahre, die das Amt sehr selbstbewusst ausgeübt hätten.

„Wir erleben heute Abend tolle junge Frauen, die die Balance zwischen Tradition und Moderne, zwischen Heimat und großer weiter Welt mit viel Leichtigkeit beherrschen“, meinte Klöckner. Am Ende ihrer Rede sorgte sie für ungewollte Lacher. „Ich bedanke mich bei allen Kandidatinnen und Kandi. ach ne, Kandidaten haben wir ja keine. Das ist halt so drin“, sagte die Winzertochter aus Bad Kreuznach.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Wirtschafts- und Weinbauminister Volker Wissing (FDP) gratulieren der neuen Weinkönigin. Sie werde den deutschen Wein im In- und Ausland hervorragend vertreten.

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