In den vergangenen Wochen ein gewohntes Bild: Stau zwischen Schorndorf und Weinstadt Foto: Frank Eppler

Wer zurzeit auf der B 29 von Schorndorf nach Weinstadt fährt, gerät häufig in einen Stau. Doch eine Ende des Geduldsspiels ist absehbar. Am 12. September wird die Fahrbahn-Erneuerung abgeschlossen.

Waiblingen - Auf der B 29 im Remstal in Richtung Schorndorf zieht sich der Stau zu manchen tageszeiten von Weinstadt bis Schorndorf hin. Nur wenn das Verkehrsaufkommen etwas geringer ausfällt, kann man verhältnismäßig zügig fahren. Der Grund ist die Sperrung eines Fahrstreifens der zweispurigen Straße. Während auf ihm der Belag erneuert wird, rollt der gesamte Verkehr auf dem anderen. An den Ausfahrten sind Stoppstellen eingerichtet, da die Beschleunigungsspuren nicht zur Verfügung stehen. Der letzte Abschnitt der umfangreichen Bauarbeiten betrifft die Überholspur in Richtung Stuttgart.

Doch eine Ende der permanenten Staus und Stockungen ist absehbar. Am 12. September werden voraussichtlich die letzten Aufräumarbeiten abgeschlossen, so dass am darauffolgenden Tag, einem Sonntag, wieder sämtliche vier Spuren der Schnellstraße befahren werden können.

Begonnen haben die Arbeiten bereits im Juli. Zuerst wurde die rechte Spur des Straßenabschnitts erneuert. Vom 30. Juli bis zum 25. August zog sich dies hin, dann sollte die linke Spur an die Reihe kommen. Allerdings konnte man diese Arbeiten nicht am vorgesehenen Termin anfangen, weil das Wetter nicht mitspielte. Regen machte es unmöglich, am 24. August die weißen Freigabemarkierungen aufzumalen. Dies verzögerte sich um einen Tag. So verschob sich auch die Verlagerung des Verkehrs auf die rechte Fahrspur um einen Tag auf den 27. August.

Zurzeit fahren Autos, Motorräder und Lastwagen auf der rechten Spur und einem Teil des Standstreifens. Die Spurbreite beträgt dennoch nur 3,25 Meter. Sämtliche Einfahrten sind nur mit Beschränkungen befahrbar, da die Beschleunigungsspuren vom fließenden Verkehr mitbenutzt werden. An den Einfahrten sind deshalb aus Sicherheitsgründen Stoppstellen eingerichtet worden. Diese Verkehrsführung soll bis einschließlich 12. September gelten.

Die Bauarbeiten sind deshalb so langwierig, weil eine Straße aus mehreren Schichten besteht, die komplette Baustelle also mehrmals bearbeitet wird. In der vergangenen Woche wurde der Binder, die Schicht unter dem obersten Belag, „eingebaut“. In den kommenden Tagen wird dann die Decke aufgetragen, die oberste Schicht. Sollte das Wetter mitspielen, werde alles fristgerecht fertig, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes in Waiblingen, das die Arbeiten im Auftrag des Regierungspräsidiums durchführt.

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