Die im Frühjahr abgeschlossene Sanierung der Betteleichenkreuzung kostete insgesamt 1,4 Millionen Euro. Nun müssen die Bautrupps erneut anrücken und Autofahrer wieder mit Behinderungen rechnen. Foto: Alexandra Kratz

Die im Frühjahr abgeschlossene Sanierung der Betteleichenkreuzung kostete insgesamt 1,4 Millionen Euro. Nun müssen die Bautrupps erneut anrücken und Autofahrer wieder mit Behinderungen rechnen

Vaihingen - Manch einer spricht bereits von „Pfusch am Bau“. So steht es auf der Internetseite des Verbunds Vaihinger Fachgeschäfte (VVF). „Gerade saniert, kommt es an der Kreuzung zwischen Uni/B 14/Dachswald zu massiven Störungen“, ist dort zu lesen. Ein Metallträger sei aus dem Teerbelag herausgekommen. Genau das sei das Problem, bestätigt Frank Hüttner. Er ist der Leiter der Dienstelle Filder beim Tiefbauamt. Passiert sei das am 5. Juli gegen 14 Uhr. Das war der heißeste Tag des Jahres und vermutlich war die extreme Hitze auch die Ursache.

„Eigentlich ist es eine ganz einfache Geschichte“, sagt Frank Hüttner. Alle Stoffe dehnen sich bei Wärme aus. So sei es auch bei Stahl. Aus diesem Material sind die Fugen an der neuen B-14-Brücke, so wie es bei solchen Bauwerken üblich ist. Die Fugen sind dort, wo die Brückenkonstruktion endet und an die Straße ohne Untertunnelung anschließt. Also dort, wo es immer kurz ruckelt, wenn man sie im Auto sitzend überfährt. Es sind Dehnungsfugen, die dafür sorgen, dass sich die Brücke bei hohen Temperaturen ausdehnen kann. Sprich: der Stahl soll verhindern, dass das Bauwerk bei Hitze Schaden nimmt. Nun ist aber eben dieser Stahl vermutlich die Ursache dafür, dass die Bautrupps schon wieder anrücken müssen. Und darum ist die Sache doch nicht so einfach.

Die Sache ist problematisch

Vertreter des Tiefbauamts, des Regierungspräsidiums, der ausführenden Baufirma und weitere Fachleute haben sich vor Ort getroffen, um das Problem zu begutachten. Keiner der Anwesenden habe einen solchen Fall schon einmal erlebt, sagt Hüttner. Darum müsse nun schnell nach der genauen Ursache geforscht werden. Das bedeutet, dass die Straßendecke an dieser Stelle wieder aufgerissen werden muss, um den Stahlträger genauer unter die Lupe nehmen zu können. Am Dienstagnachmittag ist das bereits geschehen. „Wir wollen schnell eine Lösung finden. Alle ziehen an einem Strang“, versichert Frank Hüttner.

Besonders in den Morgen- und Abendstunden sind viele Autofahrer auf der Brücke unterwegs. Das mache die Sache problematisch, gibt Hüttner zu. Darum werde die Fahrbahndecke so schnell wie möglich wieder geschlossen. Zumindest provisorisch, damit der Verkehr wieder ungehindert fließen könne. Mitte nächster Woche soll es soweit sein. Doch sicher ist auch, dass die Bautrupps ein weiteres Mal anrücken müssen, um das Problem endgültig zu beheben. Was das alles kostet, kann Hüttner nicht sagen. Auch wer zahlen muss, ist ungewiss. Die Brücke überspannt eine Bundesstraße und gehört darum dem Regierungspräsidium. Für die vor Kurzem beendete Sanierung zeichnet aber die Stadt verantwortlich. Das Tiefbauamt hatte die Bauleitung übernommen, weil das RP dies personell nicht stemmen konnte.

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