Das Breuningerland tritt den Vorwürfen von Peta entgegen, es habe Tiere absichtlich vertreiben wollen. Dass Küken verendet sind, bedauere man, heißt es.
Das Breuningerland in Ludwigsburg hat den Vorwurf der Tierquälerei ein Stück weit zurückgewiesen. Dass Tauben sich in Netzen verfangen hätten und dort verendeten „bedauern wir sehr“, heißt es in einer Mitteilung. Wissentlich habe man das aber nicht in Kauf genommen.
Die Tierschutzorganisation Peta hatte einen Fall öffentlich gemacht und angezeigt, nachdem offenbar ein Vogelküken verendet war. Die Aktivisten schrieben von einer „tödlichen Vergrämungsmethode“, das Einkaufcenter habe den „qualvollen Tod des Taubenkükens in Kauf genommen“, hieß es.
Mehr Kontrollen geplant
Das Centermanagement wehrt sich dagegen, dass Vögel vertrieben werden sollen. „Die Netze dienen entgegen anderer Darstellungen nicht der Vergrämung – also der Vertreibung – der Tauben“, teilt es auf Anfrage mit. Vielmehr handle es sich um „Taubenschutznetze“. Diese seien von einer Fachfirma installiert worden, um zu verhindern, dass Tauben in das Parkhaus gelangen, um dort beispielsweise zu nisten oder sich verletzen. „Selbstverständlich darf durch die Netze kein Tier verletzt werden, weshalb diese von einer Fachfirma angebracht und regelmäßig gewartet werden.“ Auch hätten regelmäßige Kontrollen stattgefunden, das beschädigte Netz sei nun abgehängt worden.
„Aktuell werden sämtliche weitere Netze von der Fachfirma auf ihren Zustand hin geprüft. Damit wollen wir sicherstellen, dass keine Tauben mehr hinter die Netze gelangen und es zu vergleichbaren Ereignissen kommt. Zudem haben wir eine erhöhte Frequenz der Kontrollgänge durch die Fachfirma veranlasst, um die langfristige Sicherheit der Tiere bestmöglich zu gewährleisten“, heißt es in der Mitteilung.