Das angeklagte Trio soll am 9. März mehrere Brandsätze auf die Räumlichkeiten geworfen haben. Foto: dpa

Nach dem Brandanschlag auf eine Moschee in Lauffen am Neckar im Kreis Heilbronn erhebt die Stuttgarter Staatsanwaltschaft Anklage gegen ein Trio. Die Männer sollen die Brandsätze geworfen haben.

Stuttgart/Lauffen - Wegen eines Brandanschlags auf eine Moschee in Lauffen (Kreis Heilbronn) ist Anklage gegen drei Männer im Alter zwischen 19 Jahren und 24 Jahren erhoben worden. Das Trio soll am 9. März mehrere Brandsätze auf die Räumlichkeiten geworfen haben, wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Donnerstag mitteilte. In dem Gebäude waren Gemeinschafts- und Fortbildungsräume untergebracht, einen Teil nutzte der Imam als Wohnung.

Tod billigend in Kauf genommen

Der Imam der Moschee und dessen Frau schliefen während des Anschlags. Die mutmaßlichen Täter hätten zumindest den Tod der beiden Personen billigend in Kauf genommen. Das Feuer wurde entdeckt und gelöscht. Der Schaden wurde mit 5000 Euro beziffert. Verletzt wurde niemand.

Die Staatsanwaltschaft legt dem Trio versuchten Mord und versuchte schwere Brandstiftung zur Last. Die Ermittler vermuten ein politisches Motiv für die Tat und sehen Bezüge zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK auf. Die Angeklagten, zwei Syrer im Alter von 19 Jahren und 21 Jahren sowie ein Türke im Alter von 24 Jahren sollen ihr nahestehen. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Gegen vier weitere Personen werde noch ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft erhob die Anklage vor einer Jugendkammer des Landgerichts Heilbronn. Sie muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.

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