Vor 80 Jahren war die Firma Bosch im Stadtbild wesentlich präsenter als heute. Wir spazieren vom Bosch-Areal zum ehemaligen Bosch-Krankenhaus und nach Feuerbach – in bislang nicht gezeigten Bildern.
Robert Bosch und seine Firma prägen Stuttgart bis heute. Vor 80 Jahren wird das heute nur noch so genannte Bosch-Areal wirklich von dem Unternehmen genutzt. Bilder davon finden sich unter anderem im Straßenaufnahmen-Bestand des Stadtarchivs, den wir für unser Projekt „Stuttgart 1942“ nutzen.
Mit dem Projekt haben wir sämtliche 12 000 Fotos nach Straßennamen durchsuchbar gemacht. Für diesen Beitrag haben wir die Fotos der Bosch-Standorte in der Innenstadt und in Feuerbach sowie ein Bild vom alten Bosch-Krankenhaus herausgesucht; Sie finden sie samt Ortsangabe in der Bildergalerie.
Der virtuelle Spaziergang durch das Stuttgart des Jahres 1942 führt zunächst in die damalige Bosch-Zentrale zwischen Hoppenlaufriedhof, Liederhalle, Rosenberg- und Seidenstraße. Trotz wiederholter Luftangriffe ist der damalige Charakter nicht ganz verschwunden. Allerdings haben sich die für die Fotos eingeteilten städtischen Beamten sehr zurückgehalten mit Abbildungen des heutigen Bosch-Areals – womöglich aus militärischen Gründen, damit Bilder des Firmensitzes nicht spioniert werden und Bombern als Orientierung dienen können?
Bilder der Zerstörung
Im September 1943 flogen die Alliierten erfolglos einen Angriff auf den Bosch-Standort in der Innenstadt. Ein Jahr später wurden dann beide Standorte schwer von Luftangriffen getroffen. Im Bosch-Archiv finden sich Fotografien der Zerstörungen. Wir zeigen sie ebenfalls in der Bildergalerie.
In Feuerbach steht heute so gut wie nichts mehr, was auf den Fotos zu sehen ist. Umso interessanter sind die Bilder für die heutigen und ehemaligen Beschäftigten. Die übrigen 12 000 Bilder aus Stuttgart 1942 finden Sie hier.