Die Polizei setzte auch einen Hubschrauber in Bondorf ein (Symbolbild). Foto: dpa-Zentralbild

Seltsame Vorgänge in Bondorf haben am Samstagabend die Polizei auf den Plan gerufen. Zeugen hatten laute Knallgeräusche gehört, die Polizei stieß im Parkhaus auf rote Flüssigkeit.

Bondorf - Vermeintliche Schüsse, eine rote Flüssigkeit im Parkhaus am Bahnhof und eine verdächtig erscheinende Gruppe haben die Polizei am Samstagabend in Bondorf (Kreis Böblingen) auf Trab gehalten.

Gegen 19.45 Uhr hatten Zeugen gemeldet, dass sie aus dem Parkhaus mehrere laute Knallgeräusche gehört hätten, die sie an Schüsse erinnert hätten. Außerdem habe es dort Geschrei gegeben, nachdem etwa zehn verschiedene Autos in das Parkhaus hinein gefahren seien. Vor Ort traf die Polizei allerdings niemanden an. Auf dem Oberdeck und im Treppenhaus entdeckten die Beamten eine rote Flüssigkeit, bei der es sich aber einer kriminaltechnischen Untersuchung zufolge nicht um Blut handele, so die Polizei.

Unbekannte verstecken Schreckschusswaffe

Etwa zur selben Zeit beobachteten Zeugen, die sich im Naturfreundehaus nördlich von Bondorf aufhielten, ein Auto, aus dem mehrere Personen ausstiegen. Diese hätten einen Gegenstand bei sich gehabt, der wie ein Gewehr ausgesehen habe, berichteten sie der Polizei. Die Unbekannten gingen in Richtung Bahnunterführung und kehrten schließlich ohne die vermeintliche Waffe zurück.

Wieder rückte die Polizei an und durchsuchte das Gelände nahe des Naturfreundehauses. Dabei entdeckten die Ermittler einen Schlagstock, ein Messer und eine Schreckschusswaffe, die in der Unterführung versteckt worden waren. Die Waffen wurden sichergestellt.

Die Polizei geht davon aus, dass es zwischen den Ereignissen im Parkhaus und dem Fund der Waffen einen Zusammenhang geben dürfte. Allerdings habe es vermutlich keine „strafrechtlich relevante Auseinandersetzung“ gegeben, heißt es in einer Pressemitteilung. Während der Ermittlungen war auch ein Polizeihubschrauber über Bondorf im Einsatz gewesen.

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